1 Virus – 100 Schicksale
«Das Leben ist ziemlich einsam so»: Andrina Hodel (20), Spitzen-Leichtathletin aus Homburg

Stabspringerin Andrina Hodel hat sich ihren USA-Aufenthalt anders ausgemalt. Zwar kann sie sich ganz dem Sport widmen, doch die gesellschaftliche Komponente des Auslandaufenthalts leidet stark unter Corona.

Matthias Hafen
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Andrina Hodel (20) trainiert und studiert vorübergehend in den USA.

Andrina Hodel (20) trainiert und studiert vorübergehend in den USA.

Laurent Gillieron/ KEY (Lausanne, 2. September 2020)

«Ich stellte mir meinen Abstecher an die Universität von Oklahoma anders vor, wollte in den USA sportlich und persönlich profitieren und zu einer einzigartigen Erfahrung kommen. Doch wegen Corona finden die Vorlesungen an der Uni ausschliesslich online statt. Die Leichtathletiktrainings sind zwar real, aber werden unter strengen Sicherheitsmassnahmen abgehalten. Wir sind dort eine Gruppe von sieben Stabspringern. Meistens trainieren aber nur drei Athleten miteinander. Darüber hinaus beschränken sich die Kontakte auf die WG- und Trainingspartnerinnen. Das Leben ist ziemlich einsam so. Das bedrückt. Weil sich die Sportanlagen in Gehdistanz zur Studentenwohnung befinden, ist mein Radius arg limitiert. Ich vermisse die Familie, die Freunde und die persönlicheren Kontakte. Vor allem die Wochenenden sind einsam und ohne Inhalt.»

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