Sexualität
Diese Website zeigt wie Frau zum Orgasmus kommt

Auf «omgyes.com» erklären Frauen, wie sie zum Höhepunkt kommen. Basis ist die erste wissenschaftliche Studie zur Lust der Frau.

Noemi Lea Landolt
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Die wohl berühmteste Filmszene zum Thema weiblicher Orgasmus: Meg Ryan spielt Billy Crystal im Restaurant einen Orgasmus vor.

Die wohl berühmteste Filmszene zum Thema weiblicher Orgasmus: Meg Ryan spielt Billy Crystal im Restaurant einen Orgasmus vor.

Wie genau die weibliche Lust zustande kommt, wurde nie genau erforscht. Bis jetzt hiess es einfach: «Jede Frau ist anders. Sie muss halt selber herausfinden, was für sie funktioniert.» Amerikanische Wissenschafter an der Indiana University of Public Health haben sich nun des Themas angenommen. Sie haben mehr als tausend Frauen zwischen 18 und 95 Jahren zu ihren sexuellen Erfahrungen befragt. Wie haben sie die eigene Sexualität entdeckt? Mit welchen Techniken kommen sie zum Orgasmus und wie gehen sie dabei genau vor? Die Resultate bilden die Grundlage der Website «omgyes.com», was übersetzt heisst «Oh mein Gott, ja» – passend zum Höhepunkt im Schlafzimmer.

Auf der Website finden Nutzerinnen detaillierte Informationen und Tipps zu den unterschiedlichen Techniken. Im Moment sind zwölf Episoden und mehr als 50 Videos abrufbar. Explizite Videos. Schliesslich möchten Lydia Daniller und Rob Perkins, die beiden Gründer von omgyes, das Tabu brechen. «Vielen ist es peinlich, weibliche Geschlechtsorgane aus der Nähe zu betrachten», schreiben sie auf der Website. Genau das sei aber der Grund, weshalb die weibliche Lust so lange ein Geheimnis geblieben ist. Sie sind überzeugt, dass die Menschen heute bereit sind für einen «ehrlichen Blick auf die entscheidenden Details».

In den Videos auf der Website erzählen und zeigen die Frauen an sich selbst, wie ihre Lieblingstechnik funktioniert und wie sie sie entdeckt haben. Wer einmalig 29 Franken (Aktionspreis) bezahlt, kann die Seite uneingeschränkt nutzen. Dazu gehört dann auch der Touchscreen-Simulator. Mit diesem kann man die vorgestellten Techniken selber an einer virtuellen Vagina üben.

Die Website richte sich nicht explizit nur an Frauen, sondern auch an Männer, die neugierig sind, wie Sex noch lustvoller wird, schreiben die beiden Gründer. Frauen entdecken neue Varianten der Berührung an sich selbst und können ihrem Partner Tipps geben – Männer erweitern ihr Repertoire.

Die Gewinne investiert das Team zu einem grossen Teil in weitere Forschung. Sie möchten die Website ausbauen und mit neuen Episoden ergänzen. In der nächsten Studienreihe erforschen sie, wie sich die sexuelle Lust im Laufe eines Lebens verändert.

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