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Marcel Ospel: Gefälschtes Konto auf Twitter aufgetaucht

Marcel Ospel auf Twitter.

Marcel Ospel auf Twitter.

Seit seinem Rückzug bei der UBS hat sich Marcel Ospel (63) öffentlich kaum mehr gezeigt. Jetzt meldet sich der einst so mächtige Banker sich zurück - mit einem eigenen Profil auf Twitter. Doch es ist nicht Ospels Profil, sondern eine Fälschung.

Seit er im April 2008 nach siebenjähriger Amtszeit im Zug der Hypothekenkrise zurücktrat, hat man von Marcel Ospel kaum noch gehört. Jetzt meldet sich der einst so mächtige Banker sich zurück - mit einem eigenen Profil auf der Social Media Plattform Twitter. Und er hat schon mehr als 4900 Personen die ihm folgen.

Wer jedoch hofft, künftig spannende Kurz-Meldungen von Marcel Ospel zu lesen, wird enttäuscht. Ospels Mitgliedschaft ist unfreiwillig: «Dies ist nicht von meinem Mann», sagt seine Ehefrau Adriana Ospel gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Klagt Ospel?

Ob der ehemalige UBS-Chef das gefälschte Konto schliessen lassen und rechtlich dagegen vorgehen will, lässt die zweifache Mutter Adriana Ospel offen. Falls ja, stehen die Chancen für den Basler gut: «Solche falschen Konten bei sozialen Netzwerken sind persönlichkeitsrechtlich unzulässig, wird doch die Identität einer Person gegen ihren Willen verwendet», sagt Medienanwalt Georg Gremmelspacher.

«Dies stellt eine Verletzung des Rechts am eigenen Namen und - da ein Foto verwendet wird - auch des Rechts am eigenen Bild dar.» Marcel Ospel könne, so Gremmelspacher, eine Klage beim Zivilrichter einreichen. Und: «Je nach dem verbreiteten Inhalt wäre auch eine Strafanzeige zu prüfen.»

Ospel ist aber längst nicht das einzige prominente Opfer, immer mehr Persönlichkeiten sind im Netz mit falschen Profilen vertreten: Auch Ex-Novartis-Chef Daniel Vasella (60), der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs, die englische Queen (87) oder Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (83) twittern unfreiwillig. Gemäss der Zeitschrift «PC Welt», tummeln sich derzeit mehr als 100 Millionen falsche Profile in sozialen Netzwerken wie unter anderem Facebook, Instagram oder Twitter. (rsn)

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