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Nostalgie und Bauchgefühle – so geht das

Rahel Koerfgen
Rahel Koerfgen
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«Bone broth»: Eine Brühe, die Kraft gibt.

«Bone broth»: Eine Brühe, die Kraft gibt.

Rinderknecht Marius

Es hätte ein lustiger Abend werden sollen am Weihnachtsmarkt. Mit Glühwein, Racletteschnitten und weiteren wunderbar ungesunden Dingen. Und dann sagte die Freundin ab, zwei Stunden vor dem Treffen. Sie sei fiebrig, weil sie sich gegen die Grippe habe impfen lassen. «Danach werde ich oftmals krank, weisst du.» Ja, ich weiss, kompletter Schwachsinn: Man impft sich gegen Krankheit und wird dann krank. Ich habe mich noch nie gegen die Grippe impfen lassen und habe es auch nicht vor. Mein Bauchgefühl sagt mir: Das tut dir nicht gut. In den allermeisten Fällen kann ich mich darauf verlassen.

Ich werde sowieso seltenst krank. Die letzte Grippe hat mich vor Jahren flachgelegt. Nicht ohne Grund ist das so lange her. Ich greife auf ein einfaches Mittel zurück, um mein Immunsystem zu stärken: Knochenbrühe. «Bone broth» nennen sie die Amerikaner, und dort – zumindest in New York – hat diese den Kaffee längst ersetzt. Ein Superfood, das voller Mineralstoffe und Proteine steckt und dem Darm gut tut.

Der Darm gilt nicht umsonst als «Zentrum der Gesundheit»: Ist dem Darm wohl, wird die Immunabwehr gestärkt, der Körper mit mehr Nährstoffen versorgt und Giftstoffe werden effektiver ausgeschieden. Das wusste schon meine Oma selig. Nach ihrem Vorbild bereite ich Winter für Winter Knochenbrühe zu, friere Portionen ein und trinke regelmässig eine Tasse. In den vergangenen Wochen fehlte mir fürs Zubereiten allerdings die Zeit. Zum Glück nicht weiter schlimm. Ich habe mir eine Rind & Huhn Bone Broth Box bei www.swissbonebroth.com für meinen Tiefkühler bestellt (140 Franken, 15 Portionen à 250 ml, bei www.natur-konkret.ch sind auch Einzelportionen à 9.40 Franken erhältlich). Die Jungs von Swiss Bone Broth versprechen, dass die Brühe mit den besten regionalen Rind- und Hühnerknochen hergestellt wird. Das Produkt wird niemals pasteurisiert, also nicht hoch erhitzt, sodass wichtige Nährstoffe nicht verloren gehen. Bis zu 60 Stunden köchelt die Brühe. Sie kommt ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Zuckerzusatz aus. Nicht ganz günstig, aber ich habe ein gutes Bauchgefühl dabei.

So habe ich es mir nach der Absage anstatt mit Glühwein mit einer Tasse Brühe auf dem Sofa gemütlich gemacht und ein paar Hörspielen gelauscht. Darauf stehe ich grade voll, vor allem auf Philip Maloney. Die Tage des ruppig-liebenswerten Privatdetektivs sind allerdings gezählt; gestern ist auf Spotify und anderen Streaming-Portalen das TKKG Retro Archiv mit den ersten Hörspiel-Folgen der Krimiserie erschienen. Ich habe als Kind die Bücher über die Abenteuer von Tarzan, Karl, Klösschen und Gaby geradezu verschlungen. Klar also, dass ich mir den Spass nicht entgehen lassen und mich nostalgischen Gefühlen hingeben werde. So geht das.

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