Gefahrensymbole

Wissen Sie, was dieses Zeichen bedeutet?

Das Ausrufezeichen ist eines der neuen Symbole. Wie Kunden bei einer Stichprobe im Laden darauf reagieren, sehen Sie im Video.

Das Ausrufezeichen ist eines der neuen Symbole. Wie Kunden bei einer Stichprobe im Laden darauf reagieren, sehen Sie im Video.

Nicht mehr orange, sondern weiss sind die neuen Gefahrensymbole auf chemischen Produkten ab dem 1. Juni 2015. Laut Bundesamt für Gesundheit weiss aber nur jeder dritte Schweizer, was die Symbole auf Putzmittel und Co. bedeuten.

Ein grosses Ausrufezeichen, ein toter Fisch oder eine durch Flüssigkeit verletzte Hand: Diese Bilder warnen uns vor Produkten mit gefährlichen Chemikalien.

Denn Putzmittel, Farben, Mottenkugeln und Co. können bei falscher Anwendung oder Entsorgung Mensch und Umwelt schädigen.

Internationales Kennzeichnungssystem

Ab Juni sehen die Gefahrensymbole auf in der Schweiz hergestellten Produkten anders aus.

Damit passt sich die Schweiz dem internationalen Kennzeichnungssystem mit schwarzen Zeichen auf weissem Grund an.

Lediglich jeder Dritte kennt die neuen Symbole des sogenannten «Globally Harmonized System», wie eine Bevölkerungsbefragung des Bundesamtes für Gesundheit, BAG zeigt.

Und auch nicht ganz alle Schweizer (70 Prozent) wissen, dass die Gefahren auf chemischen Produkten gekennzeichnet sind.

Mit Fantasie gehts trotzdem

Eine Stichprobe im Laden zeigt: Mit etwas Fantasie lassen sich die Gefahrensymbole auch ohne konkretes Vorwissen richtig lesen.

«Ein toter Fisch und ein Baum ohne Blätter – das scheint mir ein Umweltgift zu sein», sagt etwa eine ältere Dame, nach dem Symbol für gewässergefährdende Chemikalien gefragt.

Die befragten Kunden gehen zudem auch meist vorsichtig mit chemischen Produkten um.

«Man sollte darauf achten, dass man die Produkte richtig aufbewahrt – gerade, wenn Kinder in der Nähe sind», weiss eine andere Frau.

Gefährlich wirds vor allem, wenn Chemikalien aus er Originalverpackung umgefüllt werden.

Das machen nach wie vor 25 Prozent der Bevölkerung. Eine der Hauptursachen für die jährlich bis zu 50 000 Unfälle mit Chemikalien in Haushalten.

Neu ist das Ausrufezeichen

Die neuen Symbole sehen den alten zum Teil ähnlich. So gibt es weiterhin den Totenkopf mit den gekreuzten Knochen für hochgiftige Stoffe. Produkte mit diesem Zeichen können schon in kleinen Mengen zu schweren Vergiftungen führen.

Neu ist das Ausrufezeichen. Es bedeutet «Vorsicht gefährlich». Angebracht wird es auf Produkten, die beispielsweise Allergien oder Ekzeme auslösen können.

Neu ist auch der menschliche Oberkörper. Er wird auf Produkten prangen, die Organe schädigen oder Krebs erzeugen können.

Das neue Kennzeichnungssystem, das von der UNO entwickelt wurde, umfasst neun Gefahrensymbole. Es soll die Bevölkerung besser schützen und den internationalen Handel mit chemischen Produkten vereinfachen.

Schrittweise ersetzt

Die alten Symbole verschwinden schrittweise aus Schweizer Verkaufsregalen. Bei den Grossverteilern sei die Umstellung schon weit fortgeschritten, schreibt das BAG.

Bereits hergestellte Produkte können noch bis 2017 mit der bisherigen Kennzeichnung verkauft werden. Für neue Produkte ist die GHS-Kennzeichnung ab 1. Juni 2015 verbindlich. Für Pflanzenschutzmittel gelten längere Übergangsfristen. (nch/sda)

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