Gewusst?
Deshalb ist der Freitag der 13. ein Unglückstag

Schwarze Katzen, ein Rabe auf dem Hausdach oder mit gekreuzten Armen anstossen: Dies alles soll dem Aberglauben nach Unglück bringen. Auch der Freitag der 13. gilt hierzulande als Unglückstag. Doch woher kommt dieser Aberglaube?

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Schwarze Katzen sind für viele ein Unglückssymbol.

Schwarze Katzen sind für viele ein Unglückssymbol.

Keystone

Fangen wir vorne an. Der Aberglaube, dass dieser Tag Unglück bringt, besteht aus zwei Faktoren. Einerseits aus dem Freitag als Wochentag, andererseits aus der Zahl 13.

Weshalb die Zahl 13 und der Freitag negativ behaftet sind

In vielen Kulturkreisen gibt es Systeme, die an die Zahl 12 geknüpft sind. Ein Tag hat zweimal zwölf Stunden, ein Jahr hat zwölf Monate. Auch in der Astrologie und in der Religion spielt die Zwölf eine grosse Rolle. Es gibt zwölf Sternzeichen und Jesus war umgeben von zwölf Aposteln. Vom dreizehnten Apostel wurde er verraten. Die Zahl 13 wurde deshalb im deutschen Volksmund lange als das «Dutzend des Teufels» bezeichnet. Und der Teufel bringt bekanntlich kein Glück.

Nicht nur bei der Zahl 13, sondern auch beim Wochentag ist die Religion von Bedeutung. Der Glaube, dass der Freitag Unglück bringen soll, wird verschiedenen Ereignissen im Christentum zugeschrieben: Der Tag von Jesus' Kreuzigung ist ein Freitag und um seinen Tod getrauert wird am Karfreitag.

So entstand der Aberglaube ursprünglich

Seit wann genau der Freitag der 13. als Unglückstag gilt, ist nicht belegt. In der Geschichte gab es einige Ereignisse, die an einem Freitag geschahen. Vor allem in der Historie der Börse: 1745 stürzten die Kurse an der Londoner Börse an einem Freitag ab, 1889 führten Goldspekulationen an einem Freitag zu einer Finanzkrise in den USA, 1873 gab es den Wiener Börsenkrach – ebenfalls an einem Freitag. Auch die Weltwirtschaftskrise 1929 wurde durch einen Börsencrash an der Wallstreet an einem Freitag ausgelöst.

Im Oktober des Jahres 1307 wurden vermutlich zum ersten Mal der Freitag und die Zahl 13 als Unglücksomen miteinander in Verbindung gebracht. König Philipp IV, der damals an der Macht war, befahl an einem Freitag den 13. sämtliche Mitglieder des Tempelordens (geistlicher Ritterorden) festzunehmen. Die Prozesse zogen sich jahrelang hin und zahlreiche Mitglieder wurden schlussendlich hingerichtet. Historisch gesehen wird der Tag der Festnahme aber nicht als Ursprung des Aberglaubens angesehen. Dafür sind verschiedenen Quellen zufolge vermutlich vor allem Bücher und Filme verantwortlich, die im 20. Jahrhundert veröffentlicht wurden und diesen Aberglauben manifestierten.

Andere Länder, andere Unglückstage

Dass der Freitag der 13. Unglück bringen soll, daran glauben nicht alle Länder. In Griechenland und diversen Ländern im spanischen Sprachraum ist nämlich der Dienstag der 13. der Unglückstag. In Italien beispielsweise gilt Freitag der 17. als schlechtes Omen. Und in der asiatischen Kultur ist 13 sogar eine Glückszahl.

Falls du überzeugt bist, dass der Freitag der 13. Unglück bringt, hier noch eine gute Nachricht: Pro Kalenderjahr gibt es höchstens drei dieser Freitage. Dieses Jahr ist es sogar nur ein einziger – und der ist nach 24 Stunden auch wieder vorbei. (umt/argoviaToday)

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