Bekam im Thurgau eine zweite Chance: Rüde Arig.

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Für Almosen zum Krüppel geschlagen: Die traurige Geschichte von Rüde Arig und sein Happy End

Es sollte so aussehen, als sei er auf Hilfe angewiesen und schliesslich war es auch so: Rüde Arig ist von Bettlern misshandelt worden. Heute erholt er sich in einem Schweizer Tierheim.

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Für einen hinkenden Welpen spenden die Leute offenbar lieber Geld als für einen von Armut betroffenen Menschen. Diesen Schluss könnte jedenfalls die Geschichte von Arig zulassen. Der Hund ist bereits als Welpe misshandelt worden.

Bea Müller, Hundetrainerin und ehrenamtliche Helferin im Tierheim im thurgauischen Altnau, sagt es im Beitrag der Sendung «Tierisch» direkt: «Er stammt aus Rumänien und ist dort von der Mafia zum Krüppel geschlagen worden.»

Sein linkes Hinterbein wurde mehrfach gebrochen, schliesslich konnte er nicht mehr richtig gehen. Den kleinen Hund mit dem kaputten Bein habe man auf Betteltour mitgenommen. «Das ist natürlich mitleiderregend und animiert die Menschen, Geld zu spenden», sagt Bea Müller.

Endlich rennen

Heute lebt Arig auf drei Beinen im Thurgau. Tierärzte mussten sein verkrüppeltes Bein amputieren. Und auch seine seelischen Wunden werden nach und nach geheilt. Der Hund hatte anfänglich panische Angst vor Menschen, jetzt kümmern sich Hundetrainerin Müller sowie Tierphysiotherapeutin Selina Berlinger um ihn. Von Berlinger lässt er sich mittlerweile ohne Probleme behandeln.

Und er rennt mit einem Rollstuhl über die Wiesen. Spielerisch soll er so Kraft und Ausdauer trainieren. Ein Bild, das Selina Berlinger rührt: «Man sieht, dass er noch nie vorher in seinem Leben so richtig rennen und Gas geben konnte. Es ist so schön, zu sehen, wie er jetzt mit den Rädern davonfetzt.»

Zehn Monate wird Arig nun schon im Thurgau gepflegt. In dieser Zeit hat er sich laut seinen Betreuerinnen völlig verändert. «Das sind Welten», sagt Hundetrainerin Müller. «Ich staune immer wieder, wie es Hunde schaffen, sich wieder zu öffnen.» (smo)

Die Sendung «Tierisch» ist immer Donnerstags um 18.30 Uhr auf Tele M1, TVO, Tele 1 Tele Bärn und Tele Züri zu sehen. Die regionalen TV-Sender gehören wie dieses Newsportal zu CH Media.

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