Leben

Das Leben kam mit den Meteoriten auf die Erde

Ein Meteorit beim  Eintritt in die Erdatmosphäre.

Ein Meteorit beim Eintritt in die Erdatmosphäre.

Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Uni Bern hat mit einem Riesenteleskop die Spuren des Lebens auf der Erde nachgezeichnet.

«Phosphor ist essenziell für das Leben, wie wir es kennen», sagt Kathrin Altwegg von der Universität Bern. Phosphor gehört zu den Grundbausteinen des Lebens und ist auch in der DNA und in den Zellmembranen vorhanden. Phosphormonoxid ist ein Schlüsselteil im Puzzle der Entstehung des Lebens. Doch wie gelangte Phosphor auf die Erde, als hier vor vier Milliarden Jahren Leben entstand?

Einsicht dank ALMA

Diese Frage klärten Forscher mit Beteiligung der Uni Bern mittels dem Riesenteleskop ALMA in der chilenischen Atacama-Wüste. Die Beobachtungen zeigten nun erstmals, dass sich phosphorhaltige Moleküle bilden, wenn neue Sterne entstehen. Um die interstellare Reise von Phosphormonoxid zu verfolgen, kombinierten die Forscher die ALMA-Daten mit Daten des Berner Massenspektrometers ROSINA, das an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta Daten des Kometen Tschuri gesammelt hatte. «Kometen haben höchstwahrscheinlich grosse Mengen an organischen Verbindungen zur Erde gebracht», sagt Altwegg. Die Dokumentation der Reise von Phosphormonoxid, zeigten die Verbindung zwischen Kometen und dem Leben auf der Erde. (Kn.)

Autor

Bruno Knellwolf

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