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Für eine dufte Mähne: Haare parfümieren, aber richtig

Haarparfums enthalten pflegende Inhaltstoffe und sogar UV-Schutz.

Haarparfums enthalten pflegende Inhaltstoffe und sogar UV-Schutz.

Haarparfums boomen. Anders als herkömmliche Parfums enthalten sie keinen Alkohol und pflegen erst noch unsere Haarpracht.

Wie eine Frühlingswiese. Betörend, was für einen Duft frisch gewaschene Haare verströmen können. Die vielen Hornfäden auf unserem Kopf nehmen Aromen dank ihrer tannenzapfenartigen Struktur besonders gut auf, was eben für diese intensiven olfaktorischen Erlebnisse unmittelbar nach der Haarwäsche sorgt.

Nur leider verfliegt die Shampoo-Wolke allzu rasch. Und was für die guten Düfte, gilt natürlich auch für die schlechten: Fünf Minuten Zigipause in einem Fumoir oder ein ausgedehntes Mittagessen in einem Restaurant mit schlechter Lüftung sorgen dafür, dass aus der Frühlingswiese im Nu eine muffige Duftwalze wird, die die Mitmenschen die Nasen rümpfen lässt. Da liegt es nahe, die Haare sofort wieder zu waschen. Allerdings raten Coiffeure unisono davon ab, weil die Produkte den natürlichen Lipidmantel der Haare angreifen und sie damit eher schwächen als stärken.

Parfums trocknen die Haare aus

Die Empfehlung lautet: Zwei- mal die Woche waschen reicht. Um schlechte Gerüche in den Haaren zu übertünchen, greifen viele Frauen – ein paar Männer sicher auch – oftmals zum Lieblingsparfum und besprühen sich damit grosszügig das Haupt.

Wer sich aber schon mal mit der Zusammensetzung von Parfums auseinandergesetzt hat, weiss: Düfte enthalten viel Alkohol. Und der trocknet die Haare flugs aus und macht sie brüchig. Ein Beauty-No-Go also. Besser, man mixt sich ein Haarparfum, das geht ganz einfach mit destilliertem Wasser, Extrakten von Aloe Vera und einem ätherischen Öl, das man mag. Anleitungen dazu gibt es auf Youtube zuhauf.

Im Sommer lieber ein Haarduft als Parfum

Und jene, die weder Lust noch Zeit haben, ihr Duftwässerchen zu Hause zu brauen, müssen deswegen nicht verzweifeln. Denn Parfums für die Haare, die lästige Gerüche wie Rauch neutralisieren, boomen jetzt wie noch nie, die Auswahl wird grösser und grösser. Immer mehr bekannte Labels, allen voran Dior, Chanel oder Jo Malone, bringen eigene Hair Mists ihrer beliebtesten Linien für eine dufte Mähne auf den Markt. Auch Haarspezialisten wie Aveda oder Sachajuan bieten Haarparfums an, genauso wie Biokosmetiklabels wie etwa Reverie.

Besonders im Sommer sollte man solche Haardüfte den herkömmlichen Parfums vorziehen. Denn Letztere hinterlassen wegen des enthaltenen Alkohols unschöne Flecken auf der Haut, wenn man sich nach dem Besprühen an die Sonne legt. Zudem sind die meisten Hair Mists mit pflegenden Ingredienzen wie etwa Arganöl und sogar Vitaminen angereichert, manche von ihnen kommen sogar mit einem UV-Schutz. So wird erstens die Haarfarbe von der Sonne nicht ausgebleicht, und die Haare glänzen und duften ganz prima – obwohl man sie nicht jeden Tag wäscht. Die eigene und die Nase der Mitmenschen wird es freuen.

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Autorin

Rahel Koerfgen

Rahel  Koerfgen

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