Diät

Warum künstliche Süssstoffe den Appetit steigern

Dass künstlich gesüsste Nahrungsmittel hungrig machen, vermutete man schon lange. Jetzt weiss man, warum.

Dass künstlich gesüsste Nahrungsmittel hungrig machen, vermutete man schon lange. Jetzt weiss man, warum.

Dass künstlich gesüsste Nahrungsmittel hungrig machen, vermutete man schon lange. Jetzt weiss man, warum.

«Light», «Keine Kalorien» oder «Zero» – Nahrungsmittel, die offenbar unbedenklich genossen werden können.

Das Übel «Übergewicht» verbreitet sich immer in den Überflussgesellschaften. Eine der Hauptursachen dafür ist zweifellos der Konsum von Zucker.

Immer mehr Nahrungsmittel werden stark gesüsst oder enthalten Zucker, um die Haltbarkeit zu verbessern.

Künstliche Süssstoffe anstatt Zucker, weniger oder keine Kalorien, das sollte gegen Fettleibigkeit helfen. Die Rechnung mag mathematisch aufgehen, biologisch ist das aber eher nicht der Fall.

«Süss» ist nicht nur eine – in der Regel angenehme – Geschmacksempfindung. Was dabei im Gehirn abgeht, davon hatte man bis jetzt wenig Ahnung.

Jetzt hat eine Studie, durchgeführt von der Universität Sydney und publiziert in der Zeitschrift «Metabolism», nachgewiesen, wie das Gehirn auf künstlichen Süssstoff reagiert.

Ein System im zentralen Nervensystem stellt den Zusammenhang her zwischen der Empfindung von «süss» und dem (vermuteten) Energiegehalt eines Nahrungsmittels.

Wird die Balance zwischen Süsse und Kalorien gestört, kalibriert sich das System neu und sorgt für Kompensation.

Fruchtfliegen und Mäuse wurden mehrere Tage lang einer Diät ausgesetzt, die Sucralose enthielt anstatt Zucker. Nach der Umstellung auf normal gesüsste Nahrung konsumierten die Fliegen und Mäuse bis zu 30 Prozent mehr Kalorien.

«Chronischer Konsum von Sucralose intensiviert offenbar auch die Süsseempfindung von Zucker, das steigert den Appetit, der Organismus verlangt nach mehr Kalorien», sagt Greg Neely, Assistenzprofessor an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Sydney.

Offenbar meldet das «Süss»-System im Gehirn, das an einen künstlichen Süssstoff gewöhnt wird, dem Organismus, es habe zu wenig Kalorien aufgenommen, wenn es wieder normal gesüsste Nahrungsmittel bekommt.

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