Tierwelt

Trotz warmem Winter: Amphibien brechen erst jetzt auf zur gefährlichen Hochzeitsreise

Strassen auf dem Weg zum Laichplatz werden für Kröten und andere Amphibien jeden Frühling zur tödlichen Gefahr.

Strassen auf dem Weg zum Laichplatz werden für Kröten und andere Amphibien jeden Frühling zur tödlichen Gefahr.

Millionen von Fröschen, Kröten und Molchen ziehen dieser Tage los zu ihren Laichgewässern. Autos werden dabei zur tödlichen Gefahr. Pro Natura sucht darum Freiwillige, um den Tieren über die Strasse zu helfen.

(sat) Werden die Tage und vor allem die Nächte wärmer, machen sich jeden Frühling Millionen von Fröschen, Kröten und Molchen auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Darum ruft Pro Natura in einer Mitteilung vom Donnerstag Interessierte zur Mithilfe auf. Die Freiwilligen stellen an Strassenrändern jeweils Amphibien-Zäune auf und leeren morgens und abends die in den Boden eingegrabenen Kübel.

Laut der Projekt-Ausschreibung der Universität Neuenburg für diese so genannten Zugstellen befördern die Freiwilligen so jedes Jahr an 200 Standorten in der ganzen Schweiz total 200'000 Amphibien über die Strasse. Und nach dem Laichen werden die Tiere jeweils wieder zurückgetragen.

Zur Frage, wie sich der milde Winter – und insbesondere der überdurchschnittlich warme Februar – auf die Amphibien auswirkt, erklärt Rico Kessler von Pro Natura: «Bis jetzt stellen wir normale Laichzüge fest.» Zwar hätten entsprechende Befürchtungen bestanden, dass die Tiere früher losziehen und dann aufgrund eines Kälteeinbruchs erfrieren würden. «Doch der Boden ist offenbar immer kühl genug geblieben», konstatiert Kessler. Und damit beginnen wie gewohnt die gefährlichen Hochzeitsreisen der Amphibien dieser Tage.

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