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Wenn Algorithmen für uns entscheiden: Forscher plädieren für klare Regeln

Künstliche Intelligenz wird immer häufiger verwendet. Das birgt Chancen, aber auch Risiken. (Symbolbild)

Künstliche Intelligenz wird immer häufiger verwendet. Das birgt Chancen, aber auch Risiken. (Symbolbild)

Wenn der Staat oder Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen, soll das nach klaren Regeln und transparent geschehen. Das empfiehlt eine neue Studie der Stiftung TA-Swiss.

(rwa) Künstliche Intelligenz ist ein wichtiger Treiber des digitalen Wandels und gelangt in immer mehr Bereichen zur Anwendung. Neben Chancen birgt ihr Einsatz aber auch Risiken. Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Stiftung TA-Swiss hat den Umgang mit künstlicher Intelligenz untersucht. Beteiligt waren Forscher der Universität Zürich, der Empa und der österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Ihr Fazit: Menschen sollen hierzulande im Umgang mit dem Staat, Unternehmen oder ihrem Arbeitgeber so transparent wie möglich über den Einsatz von künstlicher Intelligenz informiert werden. Nach Ansicht der Forscher ist dazu ein eigenes Gesetz nicht zielführend. Aufgrund der breiten Anwendung liessen sich Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz nicht generell beurteilen.

Stattdessen plädieren die Studienautoren dafür, Probleme und Fehlentwicklungen in bestehenden Gesetzen oder mit freiwilligen Massnahmen zu regeln. Besondere Anforderungen stelle der Einsatz künstlicher Intelligenz an staatliche Akteure. Um festzustellen, ob ihre Grundrechte verletzt werden, müssten Bürgerinnen und Bürger in der Lage sein, die Rechtmässigkeit künstlicher Intelligenz zu überprüfen.

Auch private Unternehmen sollten nicht von einer transparenten Kommunikation ausgenommen werden– etwa wenn es um die Rekrutierung gehe. Betroffene müssten auf Nachfrage einen vertieften Einblick in die Daten erhalten.

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