Leserbeitrag
100-Jahr-Jubiläum des Samaritervereins

Anerkennung der vorbildlichen Leistungen

Marcel Siegrist
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Verschiedene Aktivitäten gingen dem grossen Galaabend vom vergangenen Samstag voraus, welcher zu Ehren des 100-Jahr-Jubiläums des Samaritervereins Schöftland im Mehrzweckraum der katholischen Pfarrei zelebriert wurde. Die Jubiläums-Generalversammlung fand im Restaurant Schlossgarten statt. Im Juni profitierten die Blutspender von Würsten vom Grill und einem Dessertbuffet. Intern wurde ebenfalls im Juni gefeiert, im Rahmen eines Vereinsfestes mit Partnern. Schliesslich wurde den Kindern ein Plauschparcours geboten, wo Geschicklichkeit gefragt war. Den krönenden Abschied mit tiefgru?ndigen Reden, einem feinen Nachtessen, Musik, Humor und Tanz - und einer neuen
Uniform - hatten sich die Mitglieder redlich verdient, und sie liessen zahlreiche Gäste daran teilhaben.
Zusammenhalt wurde gewuürdigt Die Leerber Musik unter der Leitung
von Hanni Lüscher umrahmte den reichhaltigen Apéro im Foyer und auf dem Vorplatz der katholischen Pfarrei. Dieser bot Gelegenheit zu lockeren Gesprächen und zum gegenseitigen Kennenlernen, waren doch die Behörden der umliegenden Gemeinden zum grossen Geburtstagsfest eingeladen. Nach Eintreffen des Ehrengastes, Regierungsrätin Susanne Hochuli zusammen mit ihrer Sekretärin Maja Hunziker, eröffnete die Präsidentin Karin Maier das Fest und gab ihrer Freude daru?ber Ausdruck, einem 100-jährigen Verein vorstehen zu du?rfen. Sie begrüsste
die zahlreichen Gäste, allen voran die Ehrenpräsidentin Rosmarie
Hunziker und die anwesenden Ehrenmitglieder - es waren eine ganze Reihe und sie bekamen je eine rote Rose u?berreicht als äusseres Zeichen ihrer Verdienste im Rahmen des Vereins. Gemeindeammann Hans Müller wu?rdigte den Teamgeist des Vereins. Ohne diesen wäre es nicht möglich, 100 Jahre schadlos zu u?berstehen. Zudem fand er anerkennende Worte fu?r die Jubiläumsaktivitäten, insbesondere diesen Jubiläumsanlass, der sehr viel Vorbereitung erforderte. Sogar eine aufschlussreiche Jubiläumsschrift wurde geschaffen. Darin kann nachgelesen werden, dass dem Verein bisher 13 Präsidentinnen vorstanden. Daneben mussten die Pflichtu?bungen trotzdemeerfüllt werden, und die Samariter standen
an verschiedenen Anlässen Posten.
Gedanken zum Mann aus Samarien Regierungsrätin Susanne Hochuli wurde von der Tatsache inspiriert, dass der Festakt im katholischen Pfarreizentrum stattfand, und so nahm sie den «Mann aus Samarien» zum Motto ihrer Festansprache. Dieser Mann war ein Einzelkämpfer, der einen Bedu?rftigen nicht einfach im Strassengraben hat liegen lassen. Sein Antrieb war: Menschenliebe,
Herzensgu?te, Aufopferungsbereitschaft - alles Prädikate, die auch zu den zentralen Ingredienzen des Samariters und damit des Samaritervereins Schöftland gehören. Das Bild der Arbeit des Samariters hat sich einfach ein bisschen verändert. Öl und Wein sowie der Transport auf dem Pferderu?cken haben ausgedient. Heute bedient sich ein Samariter in offensichtlichen Notsituationen des Blaulichts, gelb leuchtender Fahrzeuge, Feuerwehrleiter, Absperrung und ähnlichem - aber er leistet nach wie vor seinen Dienst am Menschen. Gut ausgeru?stet, gut ausgebildet, profimässig organisiert, in Vereinen vernetzt, bedeutsam im Organigramm der Blaulichtorganisationen bildet er einen fixen Baustein bei sämtlichen Planungen zu möglichen Katastrophen. Der technische Fortschritt ist aber nicht alles. Es sind die inneren Ressourcen, auf
denen die Samaritervereine bauen.

Geschichte von Menschen geprägt
Die Tatsache, dass ein Verein Statuten habe, so Hochuli weiter, sei keine Garantie dafu?r, dass der Verein tatsächlich lebt. Der Schlu?ssel der Geschichte sei nicht in der Geschichte, sondern im Menschen. Die vergangenen 100 Jahre seien von Menschen geprägt worden, die im Verein die «Frau und den Mann aus Samarien» gelebt haben. In die gleiche Bresche stiess Rolf Rösli, Instruktor Kantonalverband. Auch er ist u?berzeugt, dass ein Verein nur dank seiner Mitglieder so lange u?berleben kann. Er zählte die Veränderungen auf, die in den 100 Jahren passierten und bewies damit, dass dies eine sehr lange Zeit ist. Zu den noch zu
erwartenden Uniformen meinte er, dass diese «kein Spleen der Zeit» seien, sondern das Ziel des Verbandes. Man soll die Samariter als solche erkennen - aber die Grundsätze sind dieselben geblieben wie vor 100 Jahren. Als Gratulanten traten die Präsidenten des Sporclubs und des Turnvereins auf, sozusagen Partner des Samaritervereins, denn dort müssen die Samariter jeweils Posten stehen. Blieb der Präsidentin nur noch, allen ein ganz dickes Dankeschön auszusprechen und die neue Uniform zu präsentieren. Den Abschluss der offiziellen Jubiläumsfeier machten Lieder, die zusammen mit Sandra Rippstein und ihrem Quintett vorgetragen wurden. Die Samariter als solche erkennen: Dank der neuen, zweckdienlichen Uniform wird das in Zukunft noch besser möglich sein. (st)

Bild: Sie gestalteten den Jubiläumsabend mit viel Herzlichkeit: Die Präsidentin Karin
Maier (li.) und die Regierungsrätin Susanne Hochuli.

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