Leserbeitrag
105. Generalversammlung Quartierverein Kappelerhof

Maurizio Savastano
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Traditionellerweise treffen die ersten Vereinsmitglieder bereits eine Stunde vor offiziellem Beginn der GV in der Aula des Schulhauses Kappelerhof ein, um bei einem Apéro Neuigkeiten auszutauschen und Bekanntschaften aufzufrischen.

Die Präsidentin leitet die Versammlung in einer guten Stunde mit ihrer herzlichen Art durch die traktandierten Geschäfte. Mit einem Nachruf wird den kürzlich verstorbenen ehemaligen Vorstandsmitgliedern Fredy Schlegel und Fredy Müller gedacht.

Im Jahresbericht geht Cornelia Haller vor allem auf zwei besondere Geschäfte des Quartiervereins ein. Es sind dies die Umfrage der Stadt Baden Abteilung Integration im Kappelerhof und das Mitwirkungsverfahren „Überbauung Ifang“.

Im Kappelerhof zeichnet sich in den nächsten Jahren durch die geplante Grossüberbauung im Teilquartier Brisgi eine bedeutende Veränderung, mit Auswirkung auf das ganze Quartier ab. Vor diesem Hintergrund wurde von der Fachstelle Integration der Stadt Baden im Kappelerhof, mittels elektronischer Umfrage, sowie persönlicher Befragung von Schlüsselpersonen eine Bestandes- und Bedarfsanalyse im Bereich der Integrationsförderung durchgeführt. Nebst der vorwiegend positiven Wahrnehmung der Qualitäten des ganzen Quartiers, konnte man bei BewohnerInnen aus dem Brisgi eine grosse Unsicherheit in Bezug auf die bevorstehende Überbauung erkennen. Es wurde seit langem diesbezüglich offiziell nichts mehr kommuniziert. Wir freuen uns daher, dass Stadtammann Geri Müller und Michael Heiserholt von der Entwicklungsplanung unserer Einladung gefolgt sind und uns im letzten Traktandum in Bezug auf diese Überbauung auf den neuesten Stand bringen. In Bezug auf weitere Resultate der Umfrage wird der Vorstand zusammen mit der Fachstelle Integration weiter an diesem Thema bleiben und mögliche Handlungsansätze erarbeiten.

Am Mitwirkungsverfahren „Überbauung Ifang“, hat sich der Quartierverein ebenfalls beteiligt. Beim Tinnerareal auf der anderen Strassenseite wird ebenfalls gebaut. Wenn eine solche zeitgleich stattfindende, für unser Quartier einschneidende Überbauung im Zentrum unseres Quartiers von zwei unabhängigen Baukonsortien stattfindet, fragen wir uns, wer die damit verbunden Veränderungen und Entwicklungen als Gesamtes für unser Quartier überwacht?! Unsere Ziele sind: ein Einkaufsladen muss erhalten bleiben und das Quartierbild im Zentrum unseres Quartiers soll im Einklang mit dem Planungsleitbild der Stadt Baden sein. Eventuell kann hier im Zentrum auch die im Quartier stark fehlende Begegnungs-Infrastruktur eingeplant werden. Wir freuen uns natürlich über die neue Überbauung und freuen uns auch über eine Aufwertung die das Quartier damit erhält. Wir sehen es aber als zwingend, dass neue Bauten sich in vorhandene, schützenswerte Objekte oder Teilsiedlungen einpassen. Als schützenswertes Objekt wurde der Ifang nämlich benannt: als gutes Ensemble im aargauischen Heimatstil, entstanden im Anschluss an die europäische Gartenstadtbewegung! Dies noch unter Stadtarchitekt Josef Tremp. Und genau diese vielen Kleinsiedlungen im unteren und oberen Kappelerhof, welche sich entlang der Bruggerstrasse befinden, prägen unser Quartierbild. Aus dieser Sicht scheint es uns wichtig, dass das Siedlungsbild trotz unterschiedlicher Baustrukturen eine gewisse Homogenität behält. Bis heute haben wir diesbezüglich keine Antwort erhalten. Evt. können wir in der nächsten Quartierzeitung schon etwas darüber berichten!

Erwähnung findet auch die Arbeit, die nicht in der grossen Öffentlichkeit stattfindet. So ist der Quartierverein bei verschiedenen Themen in regem Austausch mit der Stadt Baden, finden regelmässige Treffen für Eltern mit Kindern im Vorschulalter statt, oder werden die GeburtstagsjubilarInnen des Quartiervereins mit einem Gratulationsbesuch beehrt. Cornelia Haller richtet einen grossen Dank an alle Leute, die sich mit ihrem zeitlichen Engagement für den Quartierverein einsetzen.

Dieses Jahr fand die Erneuerungswahl des gesamten Vorstandes statt, die die Tagespräsidentin Daniela Vögele durchführte. Mit Applaus wurden alle bisherige Vorstandsmitgliedern wieder gewählt. Ebenfalls wurden zwei vom Vorstand vorgeschlagene neue Mitglieder gewählt. Damir Horvat und Janko Huljak verstärken den Vorstand des Quartiervereins und tragen dazu bei, dass die „Brücke“ zum Teilquartier Brisig sichergestellt wird. Die neue Ressortverteilung wird der Vorstand in einer konstituierenden Sitzung besprechen und darüber in der Quartierzeitschrift informieren.

Anschliessend an die statutarischen Traktanden übergibt die Präsidentin das Rednerpult an Gastredner Geri Müller, Stiftungspräsident der Wohnbaustiftung der Stadt Baden. Er berichtet aus seiner Sicht in einer knapp einstündigen Präsentation über den aktuellen Stand und die anstehenden Projektphasen bezüglich dem Grossbauprojekt im Teilquartier Brisig.

Vereinsmitglieder und Gäste lassen sich danach das vom Quartierverein offerierte und vom Gasthaus zur Brugg hervorragend zubereitete Nachtessen schmecken; der Abend klingt bei Kaffee und Kuchen oder einem Glas Wein aus.

Maurizio Savastano

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