Leserbeitrag
11. Senioren-Jassmeisterschaft im Herosé in Aarau

Ein breites Publikum bekam Einblick in das Altersheims.

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Bereits zum 11. Mal wurde am Samstag, 27. Juni 2009 erfolgreich die Senioren-Jassmeisterschaft im Altersheim Herosé in Aarau durchgeführt. Dieser Anlass soll neben dem Jasssport einem breiteren Publikum ermöglichen, einmal Einblick in das Leben im Altersheim zu erhalten; das ist auch das Ziel der 1999 ins Leben gerufenen Jassmeisterschaft.

Auch dieses Jahr war das Interesse ungebrochen, an diesem Nachmittag dem schweizerischen Nationalsport zu frönen. Für die Organisation zeichneten die Abteilung Alter, der Stadt Aarau mit den Verantwortlichen für das Altersheim, die Vereinigung Aktiver Aargauer Senioren (VAAS), unterstützt durch den Gemeinnützigen Frauenverein, Sektion Aarau und der technischen Leitung von erfahrenen Profis aus dem Jassbereich. Unter Einsatz einer eingespielten Freiwilligenschar konnte so ein tolles Fest geboten werden.

Zum Auftakt hiess der Hausherr, Markus Fontana, Leiter Abteilung Alter der Stadt Aarau, die Teilnehmenden willkommen. Mit den besten Wünschen für einen „Guet Jass" leitete er über zur „Arbeit". Die nun eingetretene Stille zeigte, dass nun mit Einsatz und Eifer das Jassen in Angriff genommen wurde. Der Grundgedanke bei diesem Wettbewerb beruht darin, dass keine Jasserin, kein Jasser weiss, in welcher Gruppe er zu spielen hat. Alle sollen die gleiche Chance haben, denn es hat viele erfahrene und einige sehr gute Jassfreunde dabei, die mit dem gezogenen Los einer Gruppe von vier Jassern zugeteilt werden. In dieser Zusammensetzung wird dann die erste Passe als Einzelschieber mit deutschen oder französischen Karten gemeinsam gespielt. Zur zweiten Passe wechselt die Szenerie. Mit einem völlig neu zusammengesetzten Viererteam, kein Jassender darf in seiner Vierergruppe auf einen Teilnehmenden aus der ersten Passe treffen, wird weitergejasst.

Die Auswertung und damit die Erkürung des Jassmeisters oder der Jassmeisterin benötigt jeweils einige Zeit während der das Nachtessen serviert wird. Die Spannung wuchs zusehends. Wer gewinnt wohl den Hauptpreis von 1000 Franken? Zur Eröffnung des Rangverlesens begrüsste der Vertreter des Hauptsponsors, der Aargauischen Kantonalbank, Herr Roland Frutschi, die erwartungsvolle Runde und schritt zum Rangverlesen. Den ersten Preis von 1'000 Franken durfte Silvia Schumacher, den zweiten von 600 Franken Peter Bolliger, den dritten von 300 Franken Kurt Furrer und den vierten von 150 Franken Maria Grob in Empfang nehmen. Aus dem gut dotierten Gabentisch konnten die übrigen einen Preis aussuchen.

Einmal mehr wurde der eigentliche Zweck dieser Veranstaltung, einem breiten Publikum Einblick in ein Altersheim zu ermöglichen, erfüllt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutete es neben erfreulichen Begegnungen auch eine ungewohnte Aufregung. Für das entgegengebrachte Verständnis gebührt ihnen grosser Dank.

Andreas Bolliger

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