Leserbeitrag
19. Neujahrsapéro der Bieli Transport AG

Marcel Siegrist
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Der traditionelle und nun schon 19. Neujahrsapéro der Bieli AG stand an diesem Januarabend in der Pausenhalle des Gymnasiums Laufen in ganz besonderer Weise im Zeichen eines Abschieds und zugleich eines Neubeginns. Dies auch deshalb, weil ich neben den zahlreichen Vertretern des politischen und wirtschaftlichen Lebens aus dem Laufental und dem Schwarzbubenland den Geschäftsfreunden unseres Hauses insbesondere auch einen Gast aus dem Thurgau begrüssen konnte: Thomas Imhof, Inhaber der TIT-Unternehmensgruppe, mit der wir schon geraume Zeit gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten. In kurzen und prägnanten Worten stellte sich Thomas Imhof vor und beschrieb den Weg, auf dem die TIT-Gruppe binnen drei Jahrzehnten zu einem zukunftsorientierten, sowohl regional verankerten wie schweizweit operierenden Unternehmen herangewachsen ist. Zum 1. Januar dieses Jahres übernahm Thomas Imhof die Bieli Transport AG und wird sie unter dem bisherigen Firmennamen weiterführen.

Trotz des unternehmerischen Erfolgs der Bieli Transport AG sei es keine einfache Frage gewesen, bemerkte dazu Verwaltungsrat Max Käsermann in seinem Grusswort, wie die Unternehmensführung langfristig sichergestellt werden kann, zumal in einer Zeit, in der die Transport- und Logistikbranche mit immer aufwändigerer Bürokratie und schwer nachvollziehbaren gesetzlichen Regelungen zu kämpfen habe. Letztlich aber sei mit dem Einstieg der TIT-Unternehmensgruppe eine „sehr gute“ Lösung gefunden worden.

Weil es nun auch um einen Abschied ging, hatten wir zuvor in einer kurzen Dia-Schau die Unternehmensgeschichte Revue passieren lassen, angefangen bei den Langholz-Fuhren, mit denen Gründungsvater Kasimir Bieli 1939 den nicht immer einfachen Weg in die Selbständigkeit wagte. Zugleich erlaubten die Fotos einen Blick auf die Technikgeschichte und die gewaltigen Veränderungen, die der LKW-Bau in einem Dreivierteljahrhundert erfahren hat. Ganz nah miterlebt hat diese Entwicklung – und zwar von der Zeit der Langholz-Fuhren an! -- Urs Kaufmann, der im Namen der Bieli-Belegschaft die Zusammenarbeit und das Betriebsklima in unserem Unternehmen in herzlichen Worten würdigte. An der Belegschaft, so versicherte er, werde ein Erfolg der Partnerschaft mit der TIT-Gruppe ganz gewiss nicht scheitern!

Was muss man für die Zukunft bedenken? Zu dieser sehr grundsätzlichen Frage hatten wir den Hotelier und Alpinisten Peter Gschwendtner als Referenten gewinnen können – er ist als Bezwinger mehrerer Achttausender sportlich ebenso erfolgreich wie unternehmerisch als Inhaber des Hotels Castle in Blitzingen VS. Anschaulich und mitreissend plädierte Gschwendtner für eine Gesellschaft, die der herausragenden Leistung und dem Erfolg nicht länger mit Neid und Missgunst begegnet, sondern ihnen die verdiente Anerkennung zollt. Erfolg sei eben nicht einfach Glückssache, sondern müsse immer wieder neu und unter grösster Anstrengung erarbeitet werden. Um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein, komme dabei dem Teamwork immer grössere Bedeutung zu. Ebenso wie in einer Seilschaft im Gebirge müsse sich in einem Unternehmen jeder Mitarbeiter auf den anderen verlassen können. Das aber setze eine Kultur des Vertrauens und der Fairness voraus, die sich unter anderem darin niederschlage, dass auch die Leistung der Mitarbeiter anerkannt werde. Ohne Fairness werde weder im Sport noch im Wirtschaftsleben langfristiger und nachhaltiger Erfolg erzielt werden können. Dem Referenten dankte herzlicher und aufrichtiger Applaus. Für den anschliessenden geselligen Teil des Apéros muss, so scheint mir, genug anregender Gesprächsstoff geboten gewesen sein – die Gäste aus Politik und Wirtschaft hatten sich viel zu sagen. Den Gastgeber hat es gefreut und wird den Apéro im nächsten Jahr zum zwanzigsten Mal wiederholen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 13. Januar 2017.

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