Leserbeitrag
Akkordeonkonzert in der Kirche Fislisbach

Anspruchsvolles und unterhaltsames Programm

Marcel Siegrist
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Das Akkordeonorchester Egloff bot in der katholischen Kirche St. Anna in Fislisbach ein anspruchsvolles und unterhaltsames Programm mit modernen und klassischen Werken.
Das Orchester II unter der Leitung von Brigitte Meier-Egloff eröffnete das Konzert mit einem musikalischen „Spagat". Dem durch Cat Stevens bekannt gemachten Song „Morning has broken" folgte die Arie „Lascia ch'io pianga" aus der Oper „Rinaldo" von Georg Friedrich Händel. Nach dem Duo Irene Bhend-Kaufmann und Salome Egloff, welches die Zuhörer mit den gekonnt vorgetragenen „Norwegischen Tänzen" von Edward Grieg zu einer Traumreise in den Norden einlud, setzte das Orchester I mit der Ouverture „Regina" von Gioacchino Rossini einen italienischen Kontrast. Auch wenn ein Akkordeonorchester die Tonfülle einer grossen Kirchenorgel nie erreichen kann, klingen viele für Orgel komponierte Werke wie die „Suite Gothique" von Léon Boëllmann auch in der Bearbeitung für Akkordeonorchester sehr interessant. In der Orchesterbesetzung ist es für den Zuhörer sogar oft einfacher, den einzelnen Stimmen eines komplizierten Orgelwerkes zu folgen. Der „Marche funèbre" von Frédéric Chopin lebt vom Wechselspiel der sehr bekannten düsteren und der weniger geläufigen heiteren Melodien. Federleicht und romantisch ging es mit dem „Feather theme" aus dem Film „Forrest Gump", von der Dirigentin am Klavier begleitet, weiter. Mit „Misteriosa Venezia", einem Erfolgstitel der bekannten Gruppe „Rondo Veneziano", leitete das Orchester in den letzten Teil des Konzertes über. Nach Elvis Presleys „Crying in the Chapel", lud das Orchester zum Schluss die zahlreichen Zuhörer mit der „Elisabethen Serenade" zum Mitsingen ein. Das Publikum bedankte sich mit grossem Applaus für einen gelungenen Abend.(uhä)

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