Leserbeitrag
Ausstellung im NäijereHuus: Edith und Peter Balsiger und Heidi Thüring

Georg Schmid
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Ausstellung im NäijereHuus

  1. April – 13. Mai 2018

Edith Balsiger, Halten, Malerei

Peter Balsiger, Halten, Figuren

Heidi Thüring, Lohn-Ammannsegg, Malerei

Über verschiedene Stationen fanden die drei Ausstellenden zu ihren schöpferischen Ausdrucksformen. Bei allen standen am Anfang Wunsch und Drang, bildnerischen Tätigkeiten nachzugehen und dabei gleichzeitig die handwerklichen Möglichkeiten zu pflegen. Sich selbst begegnen – in den Spiegel schauen - ist dabei ein wichtiges Motiv. Mit dem Schritt, die Werke der Öffentlichkeit zu zeigen, bringen sie den Mut auf, sich mit den Betrachterinnen/Betrachtern – mit vielen Spiegeln also - auseinander zu setzen.

Edith Balsiger fand ihren Weg über die Bauernmalerei und die Restaurierung verschiedener Malobjekte. Vom Malgrund „Holz“ und den einschränkenden Motiv-Vorgaben, wechselte sie bald zur weissen Leinwand. In verschiedenen Kursen lernte sie unter Anleitung namhafter Künstlerinnen/Künstler neue Techniken und Materialien kennen: Acrylfarben, Sand, Asphalt, Tusche. Etwas aus dem Inneren fliessen und entstehen zu lassen, ohne sich durch vorherige konkrete Vorstellungen einschränken zu müssen, ist die schöpferische Tätigkeit, bei der sie Kräfte aufbauen und sich trotzdem entspannen kann. Wenn in einigen Bildern Figuren auftauchen, so widerspiegelt das, wie in den abstrakten Werken, eine innere Stimmung.

Als Konstruktionsschlosser im Fahrzeugbau - bei Eisen- und Stahlbearbeitung in Millimeter-Genauigkeit - suchte Peter Balsiger nach einem Ausgleich zur Berufstätigkeit. Seine kreativen Möglichkeiten und „Zwänge“ wollte er ausleben. Puppenartige Figuren schafft er nun aus verschiedensten Materialien (Draht, Alufolie, Gaze, Stoff, Powertex). Mit Handarbeit der eigenen Phantasie nachgehen: Biegen, formen, modellieren, Stoffe drapieren, gestalten nach eigenen Plänen und Ideen. Bei dieser Arbeit entstehen schlanke Figuren, erstarrt in Gesten und Körperhaltungen. Er zeigt diese Figuren – im Gegensatz zu den zwei Mitausstellerinnen - erstmals in der Öffentlichkeit.

Ebenfalls über die Bauernmalerei fand Heidi Thüring die Liebe zu Farbe und Pinsel. Es folgten Kurse in Porzellanmalerei. Beides brachte nicht „die Freiheit“, die sie sich vorgestellt hatte. Sie besuchte deshalb bei verschiedenen KünstlerInnen im In- und Ausland Kurse in Aquarellmalerei. Sie malt in und von der Natur, aber auch ab Fotos und Dias. Sie erlebt, dass das Malen sie glücklich macht und geniesst es, wenn sie die Betrachterinnen/Betrachter mit ihren „Ansichten“ erfreuen kann. Sie experimentiert auch mit andern Maltechniken. Mit den Ergebnissen ist sie aber (noch) nicht zufrieden. Deshalb hat sie sich für die Ausstellung im NäijereHuus wieder voll auf die Aquarellmalerei konzentriert. Sie zeigt uns Blumen- und Landschaftsbilder.

Während der Ausstellungszeit sind die KünstlerInnen immer in der Galerie.

Öffnungszeiten Galerie: Sa/So 14 – 17, Mi/Fr 18 – 20 Uhr

Georg Schmid, Heinrichswil

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