Leserbeitrag
Chorreise des reformierten Kirchenchors Wohlen

Marcel Siegrist
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Hab Sonne im Herzen, ob es stürmt .....oder regnet!

Mit diesem Motto trafen sich die Mitglieder mit oder ohne Partner um 08.00 Uhr beim ref. Kichgemeindehaus zu einem der Highlights des Vereinsjahres. Das Programm war vielversprechend. Die Reise führte mit einem Bus in den französischen Jura. Nach einer kurzen Kaffeepause in Pieterlen ging es weiter nach La Chaux-de Fonds, ein UNESCO Kulturerbe und Uhrenmetropole. Eine Multimediaschau vermittelte einen Überblick über Geschichte und Gegenwart der nach einem Grossbrand schachbrettartig neu angelegten Stadt mit zahlreichen Jugendstilbauten. Vom Aussichtsturm Espacité bestaunten wir später alles in Natura.

Ein Muss ist das Musée International d` Horlogerie, das unterirdisch angelegt ist. Den Museums-Eingang schmücken riesige Fresken von Hans Erni zum Thema „die Eroberung der Zeit“, ursprünglich für die Weltausstellung 1958 in Brüssel gemacht. Eine kompetente Führerin führte uns durch mehrere Jahrhunderte Uhrentechnik. Einen ersten Eindruck der mechanisch-technischen Meisterleistungen bekamen wir von einer Glockenuhr aus dem 17. Jahrhundert, wo man sieht, wie der Antrieb mit Gewichten, das Räderwerk und die Hemmung funktionieren. Die Gewichte wurden später durch Aufzugsfedern ersetzt und so konnte man kleinere Uhren, z.B. hängende Uhren und Tischuhren, herstellen. Mit der Unruhe folgte eine weitere Verkleinerung. Taschenuhren für Herren entstanden und ab 1720 folgten Damenuhren, die am Gurt getragen wurden. Wir sahen Uhren von Breguet, dem Uhrmacher der Könige, die unsichtbar signiert sind. Wir bestaunten filigrane Verzierungen, unglaubliche Leistungen von Emailleuren, Uhren mit Figurenautomaten, singende Vögel mit echten Federn sowie ein Meisterwerk einer astronomischen Uhr von Daniel-Marius Vachey, 1904 in Paris geboren, an der er während 30 Jahren arbeitete. Die Uhr hat 25 Zifferblätter, u.a. einen ewigen Kalender mit beweglichen Festen wie Ostern. Ehrfurcht und Staunen vor den grossen Meistern bleiben.

Weiter ging’s über Le Locle nach Les Brenets, zum Mittagessen mit Sicht auf den Doubs. Mit der anschliessendesn Bootsfahrt zum Doubs-Wasserfall bekamen wir trotz Regen einen Eindruck von der wunderschönen jurassischen Landschaft. Hier, von einem hohen Felsen, hat ein französischer Pfarrer Weltrekorde im Felsspringen aufgestellt.

Zurück in La Chaux-de-Fonds besuchten wir die neugotische katholische Kirche Sacre Coeur. Eine kurze Gesangsprobe mit einmaliger Akkustik liess unsere Sängerherzen höher schlagen. Mit etwas Verspätung trafen wir auf der Vue des Alpes zum Nachtessen ein. Kalter Wind, Regen und dicker Nebel verunmöglichten anfänglich die Sicht auf die Alpen. Wir wärmten uns im Restaurant am Holzkohlentischgrill und bekamen ein leckeres Nachtessen. Die «Fée verte» durfte natürlich nicht fehlen.

Bald klärte es auf und eine gute Sicht auf den Neuenburgersee mit einem Regenbogen im Hintergrund liess uns diese wunderbare Gegend erahnen.

In bester Stimmung machten wir uns gegen 22.30 Uhr auf die Heimreise und wurden von unserem Chauffeur Josi Baur sicher nach Hause gebracht. Ein erlebnisreicher Tag mit bester Organisation und Führung von Claudia Christen ging mit einem herzlichen Dank zu Ende.

Neue Sänger- und Sängerinnen sind jederzeit herzlich willkommen. Selbstverständlich konfessionsunabhängig.

Wir proben jeden Donnerstag, um 20.15 Uhr im Bünzmattschulhaus, Aula. Kommen sie doch einfach einmal vorbei oder melden sie sich bei der Präsidentin: Brigitte Baur, Tel. 056 622 41 36.

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