Leserbeitrag
Der Gemeinderat in corporé zu Besuch bei der Spitex Gränichen

Erika Lüscher
Drucken

Es ist gut investiertes Geld, das die Exekutive von Gränichen im letzten Herbst als ausserordentlicher Beitrag an den Umzug der Spitex gesprochen hat. Davon konnten sich die Gemeinderäte samt Vizekanzlerin Evelin Wirz beim Besuch des Spitex-Zentrums an der Badstrasse 11 überzeugen.

Die „Züglete“ erfolgte vor gut einem halben Jahr und am neuen Standort ist längst wieder der Alltag eingekehrt. Zeit, dem Gemeinderat einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und ihm für den grosszügig gesprochenen Beitrag an die Umzugskosten zu danken. Eingeladen hatte Ratskollege Ruedi Gautschi, der zugleich Präsident des Spitexvereins ist. Er betonte, dass die Gränicher Spitex, obwohl eine Non-Profitorganisation mit gesetzlichem Auftrag, mit ihrem Millionenbudget längst ein KMU ist. Es beschäftigt mehr als zwanzig Mitarbeitende, die sich rund elf Vollzeitsstellen teilen. Zudem werden auch Fachangestellte Gesundheit ausgebildet. Triftige Gründe, warum die Spitex seit einem Jahr Mitglied des Gewerbevereins Gränichen ist.

Spitex als KMU

Zentrumsleiterin Nicole Urban führte den Besuch durch die grosszügigen Räumlichkeiten. Bemerkenswert fanden die Ratsmitglieder vor allem den abschliessbaren Medikamentenraum und das Lager im Keller mit den vielen für die Pflege benötigten Hilfsmaterialien und Krankenmobilien zum Vermieten. Nicole Urbans geraffter Einblick in das weite Tätigkeitsfeld der Hilfe und Pflege zu Hause beeindruckte Gemeindeammann Rolf Arber, Vizeammann Hanspeter Lüem, Peter Hofmann und Peter Stirnemann. Erstaunt stellten sie fest, dass Spitex viel mehr ist, als „Pflästerlipolitik“. Zwar können die bestens ausgebildeten Fachfrauen im neuen Zentrum vermehrt auch ambulante Behandlungen wie Wundversorgung durchführen oder Spritzen setzen. Doch die hauswirtschaftlichen Arbeiten und der grösste Teil Pflegeeinsätze erfolgen noch immer bei den Klienten zuhause.

Bei der Spitexarbeit verläuft kein Tag ist wie der andere. Auch bei den Anforderungsprofilen und der Organisation gibt es immer wieder Änderungen. Personelle Neuigkeiten hat es in der Administration gegeben: Als Ersatz für Beatrice Bertschi, die während vieler Jahre die Leitung Buchhaltung/Administration souverän sichergestellt hatte, wurde Simone Wildhaber eingestellt. Die Buchhaltung wird an die örtliche Gemeindeverwaltung ausgelagert. Beim Leistungsangebot ganz aktuell ist das Projekt Progresso. Es löst die Onko-Spitex der Krebsliga ab. Damit ist eine 24-Stunden-Betreuung gesichert, von der nicht nur Krebspatienten profitieren, sondern alle von der Spitex betreuten Klienten. Bis auf Weiteres wird Gränichen diese Leistung bei Bedarf bei der Spitex Lenzburg einkaufen. Diese verfügt diesbezüglich bereits über ein professionelles, gut funktionierendes Angebot. Sicher wird darüber an der GV von Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhr, im Alterszentrum Schiffländi mehr darüber zu erfahren sein.

Aktuelle Nachrichten