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Die Musikgesellschaft Gipf-Oberfrick spielte im Münchner Hofbräuhaus

Marcel Siegrist
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Konzert Hofbräuhaus.jpg

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Die Vereinsreise im Jubiläumsjahr „150 Jahre Musikgesellschaft Gipf-Oberfrick“ sollte natürlich etwas spezielles sein. Pers. Beziehungen im Allgäu und in München wurden aufgewärmt und zur Mithilfe der Organisation beigezogen. Dies führte zu 3 unvergesslichen Tagen übers Wochenende vom Freitag, 30. August bis Sonntag, 1. Sept. Schon die Anfahrt über Landstrassen ins Allgäu nach Kempten, war vielen neu und führte oft zu zu Aussagen „lueg emol, hesch das gseh...“ Ein Mittagskonzertd auf einer Kirchentreppe in Kempten, und nach dem Essen im Biergarten liessen erahnen was uns erwarten sollte. Der darauf folgende Besuch mit Führung im Märchenschloss Neuschwanstein ,zeigten die ausgefallen Lebensgewohnheiten und - wünsche der damaligen Herrscher. Gestärkt in einer feinern Almwirtschaft, erreichten wir nach der Weiterfahrt abends unser Hotel in München, unmittelbar neben dem Sendlinger Tor. Dies sollte für die Spätheimkehrer des abendlichen Ausgang drum auch leicht auffindbar sein... Der Höhepunkt erfolgte Samstags, mit dem 2 stündigen Konzert im Hofbräuhaus. Eingebettet in das Musikprogramm der Profikapellen durften wir von 16 bis 18 Uhr im Biergarten aufspielen. Ermöglicht wurde dies wieder durch die guten Insider Kontakte ( Bierkonsum) mit den Hofbräuhaus Verantwortlichen. Wohl verstanden, wir waren die erste Musikgesellschaft überhaupt, die im Hofbräuhaus aufspielen durfte. Ein speziell eingeübtes Programm , gespickt mit Alpenländer Musikstücken, schwungvoll vorgetragen mit unserem „Kapellmeister“ Christoph Köchli, schien dem Publikum zu gefallen. Ebenfalls zu gefallen wusste auch unser Fähnrich Siggi, mit seinem bereits schon akrobatischen anmutenden Fahnenschwingen. Er war darum auch das Photo Objekt Nr 1 der internationalen Gästeschar. Jeder der schon mal im Hofbräuhaus mit seinen 3000 Sitzplätzen war, weiss, wie das zu und hergeht. Bevor uns um 18 Uhr wieder die Hofbräuhauskapelle ablöste , gaben wir noch einige Zugaben zum Besten. Gestärkt mit den Brotzeitplatten und einem Mass Bier, zogen wir später weiter an den Graben zum Schneider Bräuhaus. Auch hier gaben wir in der Fussgängerzone ein Konzert, was von den Zuhörern mit grossem Applaus quittiert wurde. Die feinen Bayern Spezalitäten zum Nachtessen gaben uns Kraft für das Durchhalten im folgenden nächtichen Ausgang. Sonntagmorgens ging‘s dann mit unserem Car auf die geführte Stadtrundfahrt. Die Stadtführerin Tania, laut dem gültigen Gesetz dem „laufenden Gerwerbe“ zugeordnet, erklärte uns viel sehenswertes, wissenwertes und ausgefallenes über München. Dies wie sich‘s gehört im urtümlichen Münchnerdialekt, da war das Zuhören schon ein Erlebnis. Eindruck machte vor allem die Erläuterung zu den Brauereien und zur Fastenzeit in München. Den Mönchen war das Einnehmen von fester Nahrung während der Fastenzeit verboten. Da alle Brauereien von Mönchen betrieben wurden, war natürlich der Erzeugung neuer Biere keine Grenzen gesetzt, dabei entstand das Starkbier sogar mit aufgelösten Brotteilen drin. Der Mönchslogan war drum auch „ lieber besoffen als hungrig durch die Fastenzeit“ . Stachus, Olympiagelände, BMW, Nymphenburg, Viktualienmarkt, um nur einige Punkte zu erwähnen, waren weitere Sehenswürdigkeiten. Ein Mittagsständchen am Sendlingertor mit anschliessender letzten Gelegenheit die Weisswurst zu probieren, liess unsere Zeit in München ausklingen. Und bereits ging‘ s wieder Richtung Heimat, voll von Erlebnissen und viel Gesprächsstoff. Als nächster Event findet nun unser 150 Jahr Jubiläum mit Konzert und Fahnenweihe, am Samstag, 9. November in der MZH Gipf-Oberfrick statt. Details dazu folgen.

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