Leserbeitrag
Durch die "Tüfels Chilen" und der Töss entlang

Willy Lehmann
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Am Mittwoch, 25. Oktober trafen sich 37 gutgelaunte Personen frühmorgens auf dem Bahnhof in Killwangen zum ganztägigen Ausflug der Wandergruppe Spreitenbach. Beginnen sollte die Wanderung in Zell, am Wohnort des Komponisten Paul Burkhard, welcher so unvergessliche Melodien wie «O mein Papa» oder «De Heiri hät es Chalb verchauft» geschaffen hatte. So fuhr man also mit dem Zug mit Umsteigen in Winterthur bis zur Bahnstation Rämismühle. Dort angekommen wanderte man durch den Ortskern von Zell, wo mit Schautafeln auf das Werk von Paul Burkhard hingewiesen wird und kam am prächtigen Wohnhaus des Komponisten vorbei. Hier gab es einige Erklärungen der Wanderleitung zum Wirken von Paul Burkhard. Man erfuhr unter anderem, dass er mit fünf Jahren bereits Klavier spielen konnte und eine grosse Anzahl Operetten und kirchliche Werke komponierte. Einer seiner grössten Erfolge ist die «Zäller Wiehnacht» welche heute noch regelmässig gespielt wird. Anschliessend folgte ein kurzer steiler Aufstieg namens «Paul-Burkhard-Weg» und dann wanderte man gemächlich weiter bis zum Weiler Wolfbrunnen. Hier begann der Abstieg durch die «Tüfels Chilen» einem Naturgebilde aus mit Moos überwachsenen Kalkablagerungen, unter welchen das Wasser plätschert. Die «Tüfels Chilen» waren zwei ehemalige Steinbrüche in welchen Tuffstein abgebaut wurde. Nach der Stilllegung 1873 eroberte sich die Natur diese langsam wieder zurück. Über unzählige Treppenstufen ging es steil nach unten und dann auf breiten Wegen weiter nach Kollbrunn. Hier war im Restaurant Frohsinn das Mittagessen bestellt. Nach Salat, Zürigeschnetzeltem mit Nudeln und einem kleinen Dessert folgte zum Abschluss noch der obligate Kaffee bevor zur Nachmittagswanderung aufgerufen wurde. Nun ging es auf breiten Wegen der Töss entlang zurück Richtung Rämismühle. Von der Wanderleitung erfuhr man auf dem Weg dorthin noch Wissenswertes über die Töss. So zum Beispiel, dass diese in regenarmen Zeiten häufig austrocknet weil der Talgrund aus eiszeitlichen Schottern besteht welche als unterirdische Wasserspeicher dienen. Nach etwas mehr als einer Stunde Wanderzeit war man wieder bei der Bahnstation Rämismühle angelangt und liess sich von der S26 und S12 zurück nach Spreitenbach fahren.

Wandergruppe Spreitenbach

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