Leserbeitrag
Ein besonderer Umzug

Marcel Siegrist
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Vom Computer über die Waschmaschine bis zum Wecker auf dem Nachttisch. Das Alterszentrum Suhrhard in Buchs bezog einen ersten Teil seines Neubaus. Die Kompanie Schutz und Betreuung der Zivilschutzorganisation (ZSO) Aare Region unterstützte die Leitung und das Personal dabei – und vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner.

Ein Umzug ist auch ein einschneidendes Ereignis. Und ganz besonders für ältere Menschen. Die gewohnte Umgebung ist plötzlich weg, alles ist neu, sieht anders aus. Wie bedient man das moderne Telefon? Wie stellt man den Fernseher wieder so ein, dass man die gewohnten Sender empfängt? Das kann für betagte Personen schwierig sein.

Auch deshalb war der Umzug im Buchser Alterszentrum Suhrhard mehr als nur eine gewöhnliche „Züglete“. Die mittlere von drei WK-Wochen nahm für die ZSO Aare Region eine besondere Bedeutung ein. „Es ging nicht nur darum, dass wir die Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Habseligkeiten von A nach B brachten“, sagte der Zugführer Christian Haller. Ein professionelles Unternehmen bewegte Zimmer für Zimmer. Die Zivilschützer kümmerten sich auch um Anderes: Während die Einrichtung vom Alt- in den Neubau gezügelt wurde, verbrachten sie mit den Senioren Zeit. Sie dämpften mit Spielen oder Geschichtenerzählen die Aufregung rund um das Verlassen der heimischen Räume, machten sie mit ihrem neuen Daheim vertraut, gingen beim Einrichten im Zimmer zur Hand oder rückten Möbel.

Eine Woche lang hatte die ZSO Aare Region mitgeholfen, als die 47 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Altbau auszogen und den ersten Teil des neuen und eleganten Hauses betraten. „Wir müssen unsere Bewohnerinnen und Bewohner sorgsam dabei begleiten“, sagte die Geschäftsführerin des Alterszentrum Suhrhard Ursula Baumann, „da sind wir froh, dass auch der Zivilschutz dabei ist und sie betreut.“ Weitere 34 Personen leben derzeit in einem provisorischen Pavillon. Nach der Fertigstellung des Zentrums Suhrhard im Sommer 2017, bietet es 17 Betreuungsplätze mehr als bisher. Vor und nach dieser einen Woche mit dem sensiblen Umzug der Senioren, bot die ZSO Aare Region während zwei weiteren WK-Wochen Unterstützung. In der ersten Woche halfen die Zivilschützer dabei, sämtliche Arbeitsplätze der Angestellten neu einzurichten. Sie packten mit an, als es galt, die Pflegestationen neu einzurichten, die bequemen Fauteuils für die Wohnbereiche zu platzieren und vor allem zwei eminent wichtige Bereiche des Zentrums zusammen mit Fachleuten zu verschieben: die Wäscherei und die Küche. Beide Bereiche werden seit dem Umzug in einem Provisorium betrieben, ehe sie im kommenden November ihren definitiven Platz im Neubau finden werden. In der dritten und letzten Woche kümmerten sich die Zivilschützer vor allem um die Bewohnerinnern und Bewohner. Kurt Widmer, der Projektleiter für den Umzug, war in diesen Tagen die erste Ansprechperson für das Zentrumspersonal sowie für die ZSO Aare Region. „Unsere Zusammenarbeit war hervorragend und die Zivilschützer hilfreich“, sagte Widmer.

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