Leserbeitrag
Erster Wiederholungskurs 2009 der ZSO Wynental

Ausbildung und Wiederauffrischen von Wissen stehen im Zentrum

Marcel Siegrist
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Der Zivilschutz Wynental führt in dieser Woche (11. - 15. Mai 09) die ersten Wiederholungskurse (WK) durch. Im Zentrum steht die Ausbildung, bzw. das Wiederauffrischen von bereits vorhandenem Wissen. Geübt werden in den jeweiligen Bereichen die fachlichen Fähigkeiten. So kamen die Teilnehmer vom Kadervorkurs bereits in den Genuss einer Übungseinheit der Küche. Das günstige Grundnahrungsmittel Reis wurde vom ‚Chef Verpflegung', Heinz Lehner, in seiner Bedeutung der Küchengruppe erläutert und die Möglichkeiten seiner Verwendung erörtert. Dann gab es die delikaten Reis-Variationen zum Mittagessen. Während dem ganzen WK gewährleistet die Küche allen Dienstleistenden eine erstklassige, kulinarische Versorgung.
Die Pioniere (Unterstützung) üben den Umgang mit Kompressor und Bohrhammer, Habegger, Umlenkrollen und Seilwerk, wie auch Motorsägen. Die Zug- und Gruppenführer weisen auf Gefahren hin und helfen den Teilnehmern diese im Voraus auszuschalten. Kniffs und Tricks der Fachkräfte werden ausgetauscht. Jeder kann da viel dazu gewinnen. Neben den theoretischen Grundlagen wird das Erlernte in die Praxis umgesetzt, geübt und gefestigt. So wird im Talbach (Gränichen) zusammen mit einer Gartenbaufirma eine Bachkorrektur vorgenommen. Das bedeutet: Roden, Sträucher entfernen und Material beiseite räumen. Nachdem die private Firma mit dem Bagger das Bachbeet ausgegraben hat, übernehmen wieder Zivilschützer die Restarbeiten. Bei der Trostburg (Teufenthal) wird ein Stück Fussweg mit eigenen Werkzeugen saniert. Alte Geländerstützen müssen entfernt und ersetzt werden. Der Weg wird bergseits verbreitert und zum Hang hin gegen ein Abbrechen gesichert. Zudem werden Sitzbänke erstellt.
Ab Mittwoch, dem 13. Mai 09, wird die Gruppe Schutz und Betreuung ebenfalls ihre Aus- und Weiterbildung anpacken. Fachpersonen vom Kantonsspital Aarau erhöhen durch Vorträge sowie einen Besuch im Spital Aarau die Koordination der sanitätsdienstlichen Fähigkeiten unserer Zivilschützer. Mit einer Einheit „Umgang mit Muslimen" soll der Auftrag von Betreuern in ihrer Kompetenz erweitert werden. Dazu gehört ein Besuch im islamischen Kulturzentrum Oberentfelden, um diese Menschen und ihr Denken besser zu verstehen. Während dem ganzen WK spielt der Kontakt mit dem Pflegepersonal und Senioren vom Altersheim Gränichen eine sehr wichtige Rolle.
Die Führungsunterstützung unterstützt die Leitung vom örtlichen Zivilschutz durch die Sammlung, Verarbeitung und Weitergabe wesentlicher Informationen. Diese Gruppe muss Informationen einholen und zusammenstellen, so dass gute, sinnvolle und hilfreiche Entscheidungen getroffen werden können.
Die Gruppe Kulturgüterschutz erstellt am Donnerstag und Freitag ein Einsatzdokument. Sie fertigen einen Evakuationsplan an und legen Prioritäten der schützenswerten Gegenstände fest.
Was wäre der Zivilschutz ohne Zivilschützer, die keine Werkzeuge, Fahrzeuge und Mittel hätten? Die einzelnen Personen der Logistik verantworten die Einsatzbereitschaft des Materials. Besondere Beachtung finden in diesem WK die Fahrzeuge, Garagen und ihre Einrichtungen.
Die Planung dieses WK's vom Kommandanten, Gregor Müller, und seinem Kader war eine logistische und administrative Herausforderung, die klappt und sich bewährt. Von der früher vielbesagten Gleichgültigkeit im Zivilschutz ist kaum noch etwas zu spüren. Vielmehr findet sich eine humorvolle, motivierte und lösungsorienterte Stimmung vor im Stil: „Yes, we can!". Der Grund dafür sind die vielen positiven Frauen und Männer, die miteinander Grossartiges leisten. Diese Tage zeigen einmal mehr klar und deutlich, dass der Zivilschutz für die Einwohner vom Wynental einen starken Wert darstellt.

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