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Erstes Aargauer Derby der Saison

Fabio Bolognese
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Pedro Gisin

Zweiter Spieltag, erstes Derby: Am kommenden Samstag, 18:00 Uhr, begrüsst der SV Lägern Wettingen in der Sporthalle Tägerhard den Lokalrivalen Handball Brugg. In der Favoritenrolle sind die Gäste, welche bereits ihre zweite 1. Liga-Saison in Folge bestreiten. Doch der Aufsteiger aus Wettingen ist bereit, konnte in seinem Startspiel eine Überraschung landen und den HC Einsiedeln deutlich mit 29:22 bezwingen.
An die Leistung aus dem Startspiel gilt es anzuknüpfen. Dank einer starken ersten Halbzeit und einer abgeklärten Leistung in Durchgang zwei hatte sich Wettingen letzten Samstag beide Punkte gesichert - und dies völlig verdient.
Brugg ist stärker als Einsiedeln
Will der SV Lägern sein Punktekonto auch am kommenden Samstag aufladen, müssen sich die Spieler erneut alles abverlangen. Denn mit Handball Brugg wartet ein arrivierter Erstligist, der über mehr spielerische Möglichkeiten und ein eingespielteres Team verfügt als der HC Einsiedeln. In der Deckung, die sowohl defensiv als auch offensiv agieren kann, sind die Brugger, auch dank wenigen Zu- und Abgängen, homogen und kompakt. Unterstützt wird die Abwehr von den zwei starken Torhütern Rudi und Rudolf. Und auch in der Offensive harmonieren die Gäste als Kollektiv gut. Dennoch ragen zwei Spieler heraus: Rückraum Mitte Tobias Madliger, letzte Saison mit 113 Toren in 21 Einsätzen der Brugger Topskorer, und Altmeister Lorenz Moser (101 Tore/18 Spiele), der mit seiner Routine wichtig und mit seinen überraschenden Würfen eine ständige Gefahr ist.
Lägern will Fehlerquote erneut tief halten
Eine weitere gefährliche Waffe der Brugger ist das Tempospiel. Zum einen, weil Goalie Rudi ein hervorragender Passgeber ist, zum anderen, weil auch die zweite Welle viel Druck ausüben kann. Dass die Wettinger damit umzugehen wissen, haben sie vor Wochenfrist bei ihrer 1. Liga-Premiere unter Beweis gestellt. Das schnelle Umschalten von Angriff auf Abwehr und die Zuordnung haben gestimmt. Und wer im Angriff kaum Fehler begeht, muss den gegnerischen Konter umso weniger fürchten. Eine ähnlich tiefe Fehlerquote wie zuletzt gegen die Schwyzer wäre einer der Eckpfeiler für ein erfolgreiches Spiel. Überhaupt kann es aus Wettinger Sicht nicht schaden, das ein oder andere Element aus dem Auftaktspiel zu übernehmen, beispielsweise die aggressive und clevere Abwehrarbeit oder das geduldige Spiel im Angriff.
Marinucci und Richner sind zurück
Zu seinem ersten Meisterschaftseinsatz der Saison wird Luca Marinucci kommen, der vergangene Woche noch abwesend war. Und sein allererstes Meisterschaftsspiel bei den Aktiven wird Aldo Richner aus den eigenen Junioren bestreiten. Überhaupt können die beiden Trainer Fabio Bolognese und Stephan Frey - abgesehen vo rekonvaleszenten Raphael Ehrsam und Sandro Merki - aus dem Vollen schöpfen.
Beide haben etwas gutzumachen
Weil Brugg sein Startspiel in Olten mit 20:28 verloren hat, werden sie doppelt motiviert sein. Und auch Lägern hat mit Brugg noch eine Rechnung offen: In deren Aufstiegssaison vor zwei Jahren gingen beide Duelle an den Gast aus dem Aarestädtchen.