Leserbeitrag
Festgottesdienst in Zuzgen

Die Welt braucht neue Hoffnungsträger um Vertrauen zu gewinnen

Marcel Siegrist
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Eine stattliche Zahl von Gläubigen besuchte in der Pfarrkirche Zuzgen den feierlichen Festgottesdienst zu Pfingsten. Pfarrer Alexander Pasalidi gelang es, auf verständliche Art den aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörern Pfingsten als Fest des Aufbruchs und neuer Hoff-nungen darzustellen. Die Welt braucht derzeit überall neue Hoffnungsträger, sei es in dem vom Bürgerkrieg geplagten Bangkok, im überschuldeten Griechenland, oder in den USA, wo die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Anfang genommen hatte. Auch die Kirche, wo wertvolle Seelsorge durch Missbrauch entwertet worden ist, braucht sie, die neuen Hoff-nungsträger. Vielerorts herrscht derzeit eine akute Vertrauenskrise.

Da kommt Pfingsten wie gerufen. Schliesslich, so Pfarrer Pasalidi, ist am ersten Pfingstfest der Heilige Geist über die verunsicherten Jünger herabgekommen und hat sie ermutigt, die Botschaft Jesu allen Völkern in allen Sprachen zu verkünden und in die Welt hinauszutragen. Jesus hat den Menschen das Reich Gottes verkündigt. In der Kraft des Heiligen Geistes sendet er nun seine Jünger aus, es ihm gleichzutun.

Der Heilige Geist ermutigt auch heute Frauen und Männer sich für das Reich Gottes zu engagieren, denn dieses steht für Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz, Bewahrung der Schöp-fung, Barmherzigkeit, Versöhnung und Liebe. Werte nach denen sich die Menschen heute in der aktuellen vielfältigen Krise sehnen. Wo diese Werte in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kirche wieder glaubhaft gelebt werden, werden Frauen und Männer zu neuen und so notwendigen Hoffnungsträgern.

Bei einem gemütlichen Apéro im Anschluss an den Festgottesdienst hatten die Gläubigen Gelegenheit, die gut angekommenen Gedanken ihres Seelsorgers zum Pfingstfest zu disku-tieren. Man war sich darin einig, dass Veränderungen im Geiste eines erneuerten Pfingsten heute in vielen Bereichen dringlich sind. (str)

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