Leserbeitrag
Feuerwehrverein Lengnau - Jause aus dem Löschzug

Tanja Hubert
Drucken

Tatütata – die Feuerwehr ist da! Aber was wenn es nichts zu löschen gibt? Dann machen sich die fleißigen Mitglieder des Feuerwehrvereins Lengnau auf um den Schülerinnen und Schülern der Primarschule die Pause zu versüßen.
Aufregung liegt in der Luft als der alte MPF (Mittelschweres Pikettfahrzeug) auf den Schulhof fährt. Mit Blaulicht und Sirene kündigt er sich schon von weitem an. Der zu einem Bierhydranten umgebaute Bolide zieht alle Blicke auf sich und lässt die Kinderherzen in froher Erwartung höher schlagen. Ganz klar dass der Feuerwehr-Oldtimer, der von den Mitgliedern des Vereins liebevoll restauriert wurde, ein paar Süßigkeiten mit an Bord hat.
Mit Weggli, Znüni, Schoggistängeli und Capri-Sonne bewaffnet, macht sich der Feuerwehrverein Lengnau auch dieses Jahr wieder auf den Weg um eine ausgewählte lokale Einrichtung mit Speis und Trank zu erfreuen. Der 2005 gegründete Verein ist bekannt für sein Engagement und Wohltätigkeitseinsätze. Einmal jährlich spendiert er eine bunte Mischung an heimischen Spezialitäten um die Bürger der Gemeinde zu verköstigen. Mit dem eigens umgebauten Feuerwehrauto (Reifen übrigen von Autodoc) haben die 34 Vereinsmitglieder schon so mancher Veranstaltung zum gewisse Etwas verholfen. Aus Liebe zu dem ausrangierten Gefährt, entsteht die Idee ihm einen neuen Wirkungskreis zukommen zu lassen. Als umgebauter Bierausschank ist er seit dem für die Löschung des Durstes im Einsatz.
Den Kindern gefällt die willkommene Abwechslung zum täglichen Schulablauf. Jeder Schüler und jede Schülerin darf sich nach Herzenslust an den mitgebrachten Leckereien bedienen. Das lassen sie sich nicht zweimal sagen. Die Warteschlange vor dem Truck wird immer länger und der Unterricht muss auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden. Zu viele hungrige Mägen wollen gefüllt werden.
Nicht nur die köstlichen Snacks haben es den Kindern angetan. Vor allem die Kleinsten unter ihnen sind fasziniert von dem feuerroten Fahrzeug. Nach langem Bitten und Betteln lassen sich die Feuerwehrleute schließlich erweichen. Zu guter Letzt dürfen die kleinen Abenteurer den Fahrersitz des Feuerwehr-Oldtimers erklimmen. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Lachen und Quietschen erfüllen den Pausenhof. Alle wollen einmal am Steuer sitzen und sich wie echte Feuerwehrmänner fühlen bevor es wieder zurück in die Klassenzimmer geht.

An Nachschub für die Feuerwehrjugend dürfte es dem Verein so bald nicht mangeln.