Leserbeitrag
Freudeglänzende Kinderaugen im Jagdrevier Lostorf - Wartenfels

Ferienpass mit der Jagdgesellschaft

Marcel Siegrist
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Es war noch dunkel, als am Dienstag, 09.08.2011, viele Eltern ihre Kinder anlässlich des Ferienpasses den Jägern der Jagdgesellschaft Lostorf-Wartenfels anvertrauten. Kurz nach 0500 Uhr ging‘s noch etwas verschlafen und fröstelnd ab Lostorf-Bad gruppenweise ins Jagdrevier. Die meisten der 29 Meitli und Buben wussten schon von vergangenen Jahren her, dass sich das Wild nur beobachten lässt, wenn „fast" absolute Stille herrscht. Also war Flüsterton angesagt, was natürlich unter den Kindern immer wieder Grund zum „kichern" war. Trotzdem, alle Gruppen erreichten unter Führung eines Jägers ihre bestimmte Kanzel um das Wild zu beobachten. Nach dem Aufstieg in diese begann das grosse Warten. Bis es endlich so langsam Tag wurde, standen viele Fragen über Tiere, Wald, Natur und vieles andere an, welche von den Jägern den Kindern beantwortet und erklärt wurden. Und plötzlich war‘s soweit. Bewegliche Schatten tauchten zwischen den Sträuchern und Bäumen an den Waldrändern auf. Äusserst vorsichtig kamen die ersten Rehe schrittweise aus dem Dunkeln und begannen mit dem Äsen, wie in der Jägersprache das Fressen von einzelnen Gräsern und Pflanzen genannt wird. Eine Gruppe Kinder konnte sogar miterleben, wie zwei Rehböcke einige Rehgeissen (weibliche Rehe) hin und herjagten, was ein Zeichen war, dass die Brunftzeit (die Zeit, in welcher die Rehgeissen von den Böcken begattet werden) nahte. Wieder eine andere Gruppe hatte das Glück mit anzusehen, wie ein jüngerer Keiler (männliches Wildschwein) über eine Wiese zwischen zwei Waldstücken sauste. Es gelang dem Jäger sogar, dieses Schauspiel zu fotografieren. So hatten alle Gruppen ihre eigenen speziellen Erlebnisse und wie das so ist, auch die Bäuche fingen an zu „knurren". So gegen 0800 Uhr, als sich die Sonne hinter den Wolken hervorschob und das Wild wieder in ihre Einstände (Ruheraum im Wald) zurück zog, war z'Nünizeit angesagt. Auf dem Vorplatz einer Hütte, inmitten des gebirgigen Jagdreviers, gab‘s dann am Jägerfeuer alles für Hunger und Durst. Das fröhliche „Durcheinandergeschnatter" der vielen kleinen „Mäuler" und die freudeglänzenden Kinderaugen zeigten auf, auch ohne viele Worte darüber zu verlieren: Das war ein Supermorgen im Jagdrevier Lostorf - Wartenfels. Und, was nicht ausgelassen werden darf, ist ein grosses Danke der Jäger an die Eltern und Kinder für ihr grosses Interesse an der Natur und an unserem einheimischen Wild. Joachim Kron, Schönenwerd

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