Leserbeitrag
Full-Reuenthaler und Leibstadter bestritten das 35. Chlausschiessen

Mit dem letzten Schuss fiel die Entscheidung

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(ef) 37 Schützinnen und Schützen der beiden Schiessvereine von Full-Reuenthal und Leibstadt folgten am letzten Sonntag der Einladung nach Full zum 35. Chlausschiessen. Gewonnen wurde der Wettkampf bei den Schützen von Marco Knecht, bei den Schützinnen von Ursula Knecht, beide vom SV Leibstadt und bei den Jugendlichen von Dominik Binkert, SV Full-Reuenthal.

Bereits zum 35. Mal trafen sich die Schützinnen und Schützen aus Full-Reuenthal und Leibstadt zum Chlausschiessen. Erstmals seit der Fusion der beiden Vereine fand das Schiessen turnusgemäss wieder auf dem Stand im Fullerfeld statt. Drei Jugendliche, fünf Frauen und 29 Männer versuchten bei warmem Wetter aber eher windigen Bedingungen mit 2 Schuss Probe, 5 Schuss Einzelfeuer und 3 Schuss Serie auf Scheibe A10 ein gutes Resultat zu erzie-len.Während einige bereits nach den Einzelschüssen ihre Sieges-chancen vom Winde verweht sahen, setzten sich drei Schützen mit 71 Punkten schon früh an die Spitze. Lange sah es danach aus, als würden diese drei den Sieg unter sich ausmachen. Dann kam Dieter Märki und setzte sich mit 72 Punkten vor das Trio. Das Rennen schien gelaufen zu sein, zumal der Wind immer stärker und die Sicht immer schlechter wurde. Für die Überraschung sorgte der letzte Schütze, Marco Knecht. Mit einem Topresultat von 75 übernahm er klar die Spitze. Kurz davor hatte bereits seine Frau, Usula Knecht, die bis zu diesem Zeitpunkt führende Margrit Rieben um ganze 6 Punkte distanziert. Einzig Dominik Binkert konnte die Ehre der Organisatoren retten. Dank seinem Resultat blieb der Jungschützenpreis im Dorf. Bei den meisten Schützen hielt sich die Enttäuschung über das verpasste Topresultat allerdings in Grenzen. Schliesslich steht bei diesem traditionellen Winteranlass nicht die Platzierung, sondern vielmehr die Gesellig¬keit und die Pflege der freundnachbarlichen Beziehun¬gen im Vordergrund. Ein wichtiger Bestandteil des Anlasses ist deshalb auch der gesellige Teil mit Frau und Kindern in der Schützenstube. Die mit Nüssen, Manderinli und Schöggeli gedeckten Tische luden zum Naschen ein. Gespannt wartete man nach dem Schiessen gemeinsam auf die Ankunft des Samichlaus und Schmutzli. Dank Internet waren die beiden unmittelbar nach dem letzen Schuss im Besitz der Ranglisten. Noch vor Einbruch der Dunkelheit trafen sie, schwer beladen mit Sack, Rangliste und dickem Notizbuch im Schüt-zenhaus ein. Etwas enttäuscht zeigte sich der Chlaus über die vielen Autos vor dem Schützenhaus. Statt, wie es in früheren Jahren Tradition war, mit geschultertem Gewehr zu Fuss den Austragungsort zu erreichen, zogen es diesmal alle vor, mit dem Auto hin zu fahren. Dies veranlasste den Chlaus zur Frage, wie es die Schützen mit dem Energiesparen hätten und ob sie dem Wunsch der Doris von Bern nicht freiwillig nachkommen wollten? Dann wandte sich der Chlaus an die anwesenden Kinder. Alle, die sich getrauten ein Sprüchlein vorzutragen, durften aus dem Sack eine Hand voll Süssigkeiten entnehmen. Anschliessend riefen die beiden einen Schützen nach dem andern zu sich nach vorn. Als Anerkennung für die Teilnahme bekam jeder einen grossen Gritti-bänz. Die beste Dame, der beste Jungschütz und die drei bestplatzierten Schützen wurden zusätzlich noch mit einem Chlaussack beschenkt. Bei der Verabschiedung richtete der Chlaus nochmals ein paar mahnende Worte an die Gesellschaft, wünschte Allen für das Jahr 2012 „Guet Schuss" und gab seiner Hoffnung Ausdruck, im nächsten Jahr, beim 36. Chlausschiessen in Leibstadt, wieder mehr Schützen begrüssen zu dürfen. Kaum waren die beiden weg, begannen einige Helfer mit dem Servieren eines mundenden Fondues. Mit Kaffee, Kuchen und mehr oder weniger tiefschürfenden Diskussionen endete das gesellige, 35. Chlausschiessen.

Auszug aus der Rangliste

Name Sektion Punkte

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