Leserbeitrag
Kammermusik in Villigen

Musik aus Russland

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Das Kammermusikkonzert am vergangenen Sonntag im intimen Rahmen der kleinen Villiger Kirche gefiel den Konzertbesuchern ausserordentlich gut.

Das Programm des „Ensemble Bohème" mit Brigitte Schnabel/Violine, Werner Roos/ Viola, Dorothée Zobel/Violoncello, Hansjakob Grütter/Kontrabass und Florian Metz/ Klavier, Akkordeon, stand speziell im Zeichen russischer Musik.

Grossteils stammen die aufgeführten Werke von Peter Tschaikowsky, Sergej Rachmaninoff und Sergej Prokofieff. Tschaikowskys Walzer Op. 48 bildete den schwungvollen Schlusspunkt des ersten Konzertteils.

Nach der Pause stellte der Klarinettist David Glenn, mit dem das Quintett zusammen-arbeitet, sein Können unter Beweis.Zuerst wurde ein Stück von Aram Chatschaturian gespielt, gefolgt von Prokofieffs „Ouverture über hebräische Themen". Damit leitete das Ensemble geschickt über zur Klezmermusik.

„Klezmorim" nannte man die Spielleute, die ehemals auf Hochzeiten, Ernte- und Hoffesten der Aschkenasim, der Juden aus dem osteuropäischen Raum, musizierten.
In den letzten Jahren hat sich diese Musik zu einer eigenen Stilrichtung entwickelt.

Die Musikstücke, die in der Villiger Kirche zu hören waren, vereinten sowohl Wehmut als auch Lebensfreude, was charakteristisch ist für chassidische Klezmermusik. Als Zugabe und Abschiedszückerchen bekamen die Besucher das bekannte Lied „Hava Nagila" zu hören, bevor sie an diesem kalten Abend den Heimweg antraten.