Leserbeitrag
Kirchengemeindeversammlung in Merenschwand

Daniela Wigger-Züger
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Der Kirchenpflegepräsident Roger Klausner freute sich, 53 Pfarreimitglieder zur Versammlung in der Aula des Schulhauses begrüssen zu dürfen. Als erstes entschuldigte er Pastoralraumpfarrer Georges Schwickerath, welcher an der Versammlung der Kirchgemeinde Muri teilnahm, die eben gleichentags angesetzt worden sei. Er bedauerte die Terminkollision und versprach, in Zukunft weitsichtiger zu planen. Dafür begrüsste er Pastoralassistent Francesco Marra, welcher der Versammlung die Ehre erwies. Der Auszug aus dem Stimmregister ergab aktuell 1852 Mitglieder und 1466 Stimmberechtigte.

Zahlen geben zu Denken

Die knapp ausgeglichene Rechnung 2015 wurde durch Finanzkommissionspräsident Reto Oldani erläutert und von der Versammlung genehmigt. Mehr Sorge bereite der Kirchenpflege der sich eher abwärts neigende Trend der Steuereinnahmen, verkündete Thomas Andermatt, Ressortverantwortlicher Finanzen, in seiner Budgetpräsentation. Die rückläufigen Zahlen seien mit Kirchenaustritten, Wegzug von Firmen sowie vermehrt Neuzuzügen aus nicht-katholischen Gegenden zu begründen. Habe man die Steuereinnahmen im laufenden Jahr mit Fr. 730'000 veranschlagt, so gehe man im 2017 von bloss Fr. 660'000 aus. Dementsprechend seien die Ausgaben wo immer möglich – auch innerhalb der Kirchenpflege – gekürzt worden. Wichtig sei der Kirchenpflege gewesen, den Steuerfuss von aktuell 20% halten zu können.

Aktives Pfarreileben

Umso erfreulicher fiel der Jahresrückblick des Präsidenten auf das vergangene Kirchenjahr aus, und er konnte von vielen schönen Erlebnissen berichten. Besonders betonte er das Errichtungsfest des Pastoralraums zu Beginn des Jahres, das Pfarreifest an Fronleichnam und der – wenn auch aus bedauerlichem Anlass – würdige Abschiedsgottesdienst von Pater Jerzy Ende Juni.

Ratlosigkeit bei Ersatzwahl

Christian Breitschmid, eine der Kirche sehr nahestehende Persönlichkeit und vor zwei Jahren zum Kirchenpfleger gewählt, fühlte sich auf Seiten der Verwaltung nicht in seinem Element und entschied sich nach einem harten inneren Kampf sein Amt niederzulegen. Der Kirchenpflege gelang es trotz vielen Anfragen bei Pfarreimitgliedern nicht, der Versammlung einen Ersatz für ihn zu präsentieren. Zwar sei sie auch mit einem Mitglied weniger immer noch handlungsfähig, trotzdem wäre es eine Entlastung, die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen zu können. So richtete der Vorsitzende die Anfrage mutig an die Versammelten und bat sie, sich bei allfälligem Interesse an ihn zu wenden.

Munteres Plaudern beim Apéro

Nachdem die Versammlung selbst keinen Anlass zu Fragen gab, war es umso schöner, die anschliessende, angeregte Diskussion zu beobachten. Diese gute Stimmung vermittelte ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Vertrauens, was gute Voraussetzungen sind, um den Glauben auch weiterhin und immer wieder neu ins Spiel zu bringen.

Kirchenpflege Merenschwand-Benzenschwil/ev

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