Leserbeitrag
Klassisches Konzert der Musikschule Windisch im Festsaal Königsfelden

Marcel Siegrist
Drucken

Das Konzert der Musikschule Windisch findet alle zwei Jahre im Festsaal Königsfelden statt.

Auch vergangenen Samstag nahmen wieder viele Musikschülerinnen und Schüler die Gelegenheit wahr, im akustisch wie optisch überzeugenden Saal, ihre sorgfältig geübten und differenziert gestalteten Beiträge zum Besten zu geben.

Das Interesse im Festsaal zu spielen war so gross, dass der gewohnte Apéro nicht am Schluss offeriert wurde, sondern in der Pause.

Das Programm war breitgefächert wie auch die Besetzungen. Diese reichten von mutigen Solisten, über Duette, Trios, Quartette zu ganzen Ensembles.

Der erste Teil wurde bekannten und weniger bekannten Barockkompositionen gewidmet. Die Eröffnung machte das Trompetenensemble mit William Byrd‘s „The Earl of Oxford’s March“ und G.F. Händels Ouvertüre aus der Wassermusik.

Von J.S. Bach kamen die 4. Invention, welche diesmal nicht von einem Tasteninstrument, sondern von zwei Klarinetten interpretiert wurde und das Violin-Doppelkonzert in d-Moll zur Aufführung. Das Streicherensemble hat die schwierige Aufgabe gut gemeistert. Klanglich verlieh das Fagott, welches die Bassstimme zusammen mit dem Cello übernahm, eine zusätzliche Klangfarbe. A. Vivaldi und der weniger bekannte M. Corrette wurden ebenfalls liebevoll vorgetragen, von vier jungen Cellistinnen.

Der zweite Teil reihte sich chronologisch an den ersten. Wundschöne Mozartklänge gabs vom Klarinettenensemble und auch vom einzigen Klaviersolo zu hören. Schwungvoll wurde das „Allegro agitato“ von B. Cursell wieder von der Klarinette interpretiert. Die Romantik durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. Das Posaunenquartett interpretierte als erstes ein Stück von C.M. von Weber, M.Glinkas „Russisches Lied“ folgte mit Klavier, Violine und Cello. Das Allegro aus dem Cellokonzert von D. Kabalevski und J. Naulais 1. Satz aus der „Petite Suite“ für Saxophon brachten dem Publikum schrittweise die Moderne näher. Die Posaunisten griffen nochmals zu ihren Instrumenten. Unschwer zu erkennen wurden die Elefanten im Zirkus imitiert und auch „Guantanamera“ reihte sich gut in die entstandene entspannte Stimmung ein.

Das Konzert endete mit sanften Gitarrenklängen. Eine kubanische Landschaft im Regen holte das Publikum ganz allmählich wieder in den Winter zurück.

Die Musikschulleiterin gratulierte allen jungen Musikerinnen und Musikern zu ihrem Mut zum Auftritt und dankte ihnen für die wunderbare Musik. Ein grosser Dank ging auch an die Lehrpersonen für deren riesiges Engagement. Sie gratulierte aber auch zur Ausdauer beim Üben, denn es sei hörbar, dass diese ausdrucksvoll und sicher vorgetragenen Werke nur dank guter Vorbereitung möglich waren. In diesem Sinne wurde auch den Eltern für die Unterstützung im Alltag gedankt.

Das Publikum machte sich erfüllt von den schönen Klängen in der sternenklaren Nacht auf den Heimweg.

Aktuelle Nachrichten