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Lourdespilgerverein Fricktal begeht 50. Generalversammlung

Marcel Siegrist
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Der Lourdespilgerverein Fricktal hielt am 9. Februar 2013 in Eiken seine Jubi-läums-Generalversammlung ab. Vor der Abwicklung der Versammlungsgeschäfte wohnten die zahlreich erschienenen Mitglieder in der Pfarrkirche einer feierlichen heiligen Messe bei, welche von Präses Pfarrer Fabian Schneider zelebriert wurde. Die Totenehrung erfolgte durch Entzünden je eines Lichtes für jedes im abgelaufenen Jahr verstorbene Mitglied. – An der anschliessenden Versammlung war es Präsident Mathias Schreiber vergönnt, 15 neue Mitglieder in den Verein aufzunehmen. Als Gast sprach Generalvikar Markus Walser aus Vaduz über das eindrückliche Leben der einzigen Schweizer Heiligen der Neuzeit, der hl. Maria Bernarda Bütler aus Auw (Freiamt). In einer Film-Aufzeichnung blickten die Marien­verehrerinnen und –Verehrer nochmals auf die unvergessliche Feier des 50 Jahrjubiläums vom 8. Dezember 2013 zurück.

Mit dem grossen Lourdes-Lied „Die Glocken verkünden“ am Ende des Gottesdienstes erfreuten sich die Herzen der Lourdespilger, welche dann in der anschliessenden Versammlung ihre ordent­lichen Traktanden abwickelten. Der Jahresbericht des Präsidenten wurde einhellig genehmigt wie die von der Kassierin vorgestellte Jahresabrechnung. Der amtierende Vorstand wurde für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Es wirken somit weiterhin Pfarrer Fabian Schneider als Präses, Mathias Schreiber als Präsident, Ignaz Schlienger als Vizepräsident, Renate Schmid-Stäuble als Aktuarin, Monika Broquet-Wülser als Kassierin und Stefan Treier als Beisitzer mit. Auch auf die beiden Revisoren Robert Reimann und Viktor Stocker kann der Fricktaler Lourdespilgerverein weiterhin zählen. – Die nächste Lourdes-Wallfahrt der Deutschen und Rätoromanischen Schweiz findet vom 10. bis 16. Mai 2014 statt. Bereits haben sich rund 1‘200 Pilger für die Zugs- und Carfahrten, sowie Flüge, nach Lourdes angemeldet. Auch dieses Jahr wird es wieder eine stattliche Schar aus der marianischen Lourdes-Pilgerfamilie des Fricktals an den Fuss der Pyrenäen ziehen.

Maria Bernarda Bütler: 1848 im Freiamt geboren – 2008 heiliggesprochen
Eine tiefe Liebe zu Gott begleitete die aus Auw stammende Verena Bütler schon in jungen Le­bensjahren. Daraus erwuchs ihr ein sensibles Gefühl zu den Mitmenschen. Bereits mit 19 Jahren verliess sie das heimatliche Freiamt, um als Schwester Maria Bernarda ins Kloster Maria Hilf, Altstätten SG, einzutreten. Generalvikar Markus Walser verstand es, auf verständliche Weise über das bewegende Leben der Schweizer Heiligen zu berichten, welche 1888 ihre Heimat verliess, um in Cartagena im fernen Kolumbien ein grosses Lebenswerk zu erfüllen. Sie gründete dort die Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf. In unendlicher Hingabe zu armen und bedürftigen Menschen gründete Maria Bernarda Bütler mit andern Ordensfrauen auch Schulen, Spitäler und Heime. Parallel zum heiligmässigen Wirken an ihren Mitmenschen schrieb Maria Bernarda Bütler eindrückliche Tagebücher. Diese enthalten unter anderem wertvolle An-schauungen über das Leben nach dem Tod. Sie erkennt, dass die Annäherung der Seele nicht körperlicher Natur ist sondern auf geistige Weise geschieht, wobei alles von Gottes Anordnung abhängt. Maria Bernarda Bütler mahnt, dass in der Ewigkeit nicht nach den heutigen Begriffen gemessen wird. In ihren viel beachteten Tagebüchern erklärt die Heilige in lebensnaher, einfacher Weise wichtige Dinge für das tägliche Leben.

Mit grossem Interesse wurden die Ausführungen über das von Nächstenliebe geprägte Leben der Aargauer Ordensfrau aufgenommen, welche von Papst Benedikt XVI am 12. Oktober 2008 heilig-gesprochen wurde. Zum Abschluss der Generalversammlung durften sich die Vereinsmitglieder mittels Film-Zusammenzugs nochmals an den unvergesslichen Festivitäten zum 50 jährigen Vereinsjubiläum vom 8. Dezember 2013 erfreuen.

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