Leserbeitrag
Männer/Senioren Wanderreise Stoos

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Am letzten August-Samstagmorgen versammelte sich eine wohlgelaunte, muntere Männer/Senioren-Schaar des Turnvereins Luterbach auf dem Bahnhof in Luterbach zum Wandererlebnis auf dem Stoos. Die heissen Sommertage machten gerade einen Unterbruch, was den 21 wanderlustigen, älteren Herren nicht ungelegen kam. Nach einer unterhaltsamen und abwechslungsreichen Bahn- und Postautofahrt kamen wir bei der Talstation der Weltrekord-Standseilbahn in Schwyz an. Beeindruckt von der technischen Pionierleistung fuhren wir mit der steilsten Standseilbahn der Welt mit einer maximalen Steigung von 110% in lediglich 5 Minuten auf das 744 m höher gelegene Wanderparadies Stoos. Bei einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Gipfeli erläuterte der Wanderleiter Stefan Flury die 3 unterschiedlichen Gruppenziele. Trotz einsetzendem Regen und wolkenbehangenen Berggipfeln gings für die erste Gruppe mit der Sesselbahn zur Bergstation des Klingenstocks. Die anschliessende aufundab-Gratwanderung zum Fronalpstock führt über einen breiten Bergrücken, der Trittsicherheit voraussetzt. Statt die Aussicht auf 10 Seen bei klarer Sicht, liessen die Regenwolken kurzzeitig nur einen See, den Urnersee, durchblicken. Mit Regenjacke und Schirm wanderte die zweite Gruppe auf dem Bergbeizliweg mit "Alpchäs-Spass" von Alp zu Alp: Alp-Rinderchruteren, Alp-Tröligen, Alp-Metzg, Stooshüttä. Der Weg wird auch als leichter Genussweg bezeichnet. Die Gruppe war sich einig: Genuss ja, aber leicht? Das nasse Wetter hat die Gruppe 2 nicht motivieren können, eine Hochleistungstour zu unternehmen, so kehrten sie gleich bei der erstbesten Gelegenheit in der Alp-Chruteren ein. Es war zwar kein Restaurant, aber mit offenen Herzen wurde die nasse Gruppe in die Alp-Stube der Familie Fischlin gebeten. Eine grossartige Gastfreundschaft erwartete uns. Bei feinem Alpkäse, frischem Brot, dazu ein süffiger Weisser und zum Abschluss natürlich ein Kaffee-Luz konnten sich alle trocknen, stärken und ausruhen. Durch eine eigens gebaute Stromversorgung mittels kleinem, durch den Älpler selbst gebautes „Wasserkraftwerk“ erhielten die Wanderer einen Einblick in eine weitere Pionierleistung, einer Selbstversorgung mit Strom. Fröhlich und beschwingt liess es sich dann gemütlicher wandern und der Rest der anstrengenden Tour war nur halb so lang, glaubte man. Die Gruppe 3 lernte auf ihrem Moorerlebnisweg ums Stoos-Seeli viel Wissenswertes über die Entstehung der Moore. Die Teilnehmer liessen sich unterwegs kulinarisch verwöhnen. Der abschliessende Höhepunkt war sicher das gemeinsame, gut bürgerliche Nachtessen im Gasthaus Balmberg, speditiv und freundlichst serviert. Dabei gab es viel Erlebtes der verschiedenen Gruppen zu erzählen. Mit der steilsten Standseilbahn, einer fröhlichen Postautofahrt und der abschliessenden Bahnfahrt ging ein abwechslungsreicher, froher Wandertag zu Ende an dem auch die Pflege der Kameradschaft nicht zu kurz kam. Herzlichen Dank den Gruppenleiter Dysli Beat, Blaser Ueli und Faccioli Mario.

Reiseleiter Stefan Flury

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