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Blumenkreationen in der reformierten Kirche Egerkingen

Joel Keller

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Bild: Joel Keller
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(chm)

Beim Betreten der reformierten Kirche Egerkingen riecht es wie in einer Gärtnerei. Neun Personen aus dem Gäu haben mit Blumenkreationen je ein Bild interpretiert und dabei unglaublich viel Kreativität gezeigt. Über zwei Duzend Bäume und Sträucher vom Gartenbau Kummer sorgen zusätzlich für die Atmosphäre und das Gefühl durch einen kunstvoll blühenden Garten zu schlendern. „Die Kirche lebt“, meinte Werner Kummer dazu, der ebenfalls ein Bild mit Pflanzen und entsprechenden Texten in Szene gesetzt hat. Die Vielfalt der Kreationen ist eindrücklich. Wunderschöne Bouquets und Arrangements im Farbton der Bilder von Fabienne Keller, ebenso von Cornelia Weidmann vom Blueme-Chrättli in Neuendorf und eine hängende Efeukugel von Regina Büttiker, die im Bluemestärn in Kestenholz arbeitet. Anita Ackermann hat eine alte Kiste mit weissen Rosen gefüllt und so das Bild mit dem Titel „Wenn Gott eintritt“ dargestellt. Sie hat nach einer alten Kiste mit Deckel gesucht, weil wir Menschen auch unsere Breschen und Spuren mit uns tragen und uns für Gott und sein Wirken öffnen sollen. Neben dem Bild „Kreativität der Liebe“ steht eine Bockleiter mit Rosen, Dekorationen und vielen selbstgefertigten Buchzeichen. „Zum Mitnehmen“, meint Romy Gueniat, denn Liebe schenkt sich selber weiter. Vorne in der Kirche führt der Rundgang durch einen verzierten Torbogen von Maya Mandolfo und im Altarraum hat Sabine Zeltner einen leicht verwucherten Weg mit Steinen, Moos und Efeu ausgelegt, der durch einen tiefliegenden Pflanzenbogen aus Birkenzweiten zu einem farbenfrohen Gesteck führt. Am Rand dieses Lebensweges hat sie, wie ein kleines Gebet, Vergissmeinnicht platziert, dass der Geist Gottes uns begleite und nicht vergesse. Abgerundet wird der Rundgang durch ein Bodenbild von Rita Bützer zum Titel „Gnade“. Auf einem blauen Tuch hat sie die runden Formen des Bildes weitergezogen.

Über hundert Besucher sind durch diese Ausstellung spaziert und haben die einmalige Atmosphäre auf sich wirken lassen und am Sonntag wurde mitten in dieser Blumenpracht ein Gottesdienst gefeiert. Durch die Sprache von Kunst und Blumen haben für einmal Personen eine Bühne erhalten, die sonst kaum im Vordergrund stehen und damit das Publikum begeistert und inspiriert.