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CVP Kappel heisst ab 1. Januar 2022 Die Mitte Kappel

Beat Schmidlin
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(chm)

Die Parteileitung der CVP Kappel hat im Frühling beschlossen, mit der ordentlichen Generalversammlung möglichst zuzuwarten, bis eine solche wieder als Präsenzveranstaltung abgehalten werden kann. Obwohl mit der schriftlichen Durchführung der letztjährigen Jahresversammlung gute Erfahrungen gemacht werden konnten und ein erstaunlich hoher Rücklauf der Stimmformulare erfolgte, haben viele Parteimitglieder den geselligen Teil mit dem gemeinsamen Nachtessen vermisst.

Das Abwarten hat sich gelohnt und am Datum der «Tag- und Nachtgleiche» (21. September) durfte der Parteipräsident Beat Schmidlin trotz der Covid-Zertifikatspflicht 27 Mitglieder und Sympathisanten im weiss gedeckten Saal des Restaurant Linde begrüssen. Die üblichen statutarischen Traktanden konnten zügig abgehandelt werden. Im Jahresbericht wurden die Aktivitäten der Parteileitung betreffend Suche von neuen Kolleginnen und Kollegen für die Parteileitung, welche die Kontinuität nach dem Ausscheiden langjähriger Mitglieder und die Besetzung der notwendigen Funktionen sicherstellen sollen, erwähnt. Aber auch die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für die Kantonsratswahlen sowie für die Gemeinderatswahlen beschäftigte das Gremium im Winter 2020. Hervorgehoben wurden die Vorbereitungsarbeiten der Anlässe, die dann wegen Covid kurzfristig abgesagt werden mussten wie die Generalversammlung Mitte März (Welle 1) oder der traditionelle Herbstanlass zum «Sonnenenergie und Wissen tanken bei der eug Elektra Untergäu» (Welle 2). Letzterer soll nun am 6. November 2021 nachgeholt werden.

Ein optimales Timing hatte der alljährliche Jungbürgeranlass «Erste Gemeindeversammlung» zu dem die CVP Jungbürger und Jungbürgerinnen der Jahrgänge 2002 und 2001 eingeladen hatte. Der traditionelle Abschluss des Abends mit Hamburger und Bier im Restaurant Linde hätte nämlich einen Tag später, wegen der auf 19 Uhr vorverlegten Covid Sperrstunde, nicht mehr durchgeführt werden können. Acht interessierte Jugendliche Namen am Anlass teil.

Ein erfreuliches Resultat beim Kassenbericht konnte Alessandra Nardo präsentieren. Die ausgefallenen Anlässe und die damit eingesparten Kosten bewirkten einen Vermögenszuwachs von beinahe 5500 Franken. Auch deshalb ist es der Versammlung leichtgefallen, die Jahresbeiträge auf dem bisherigen Niveau zu belassen.

Ein besonderes Traktandum war der Entscheid über den Namenswechsel der CVP Kappel zu «Die Mitte Kappel», welcher eine Statutenrevision voraussetzt. Teilweise mit gemischten Gefühlen folgten die Parteimitglieder einstimmig dem Antrag der Parteileitung, im Einklang mit der Kantonalpartei der Vorgabe von Die Mitte Schweiz zu folgen und sich per 1. Januar 2022 vom «C» aus dem Parteinamen – nicht aber aus dem Parteiprogramm (!) – zu verabschieden.

Um Verabschiedungen ging es auch im Traktandum Ehrungen. Max Nützi hatte Ende 2020 sein Amt als langjähriger Kirchgemeindepräsident abgegeben und ist damit nach vielen Jahren nun auch als Parteileitungsmitglied ausgeschieden. Heinrich Ledergerber hat nach drei Amtsperioden im Gemeinderat der Einwohnergemeinde sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt, bleibt aber als neuer Kirchgemeindepräsident weiterhin von Amtes wegen in der Parteileitung. Die Kultur- und Sozialkommission verliert mit Beatrice Stampfli (drei Amtsperioden) und Beatrice Schmidlin (eine Amtsperiode) zwei sehr engagierte Mitglieder. Aus der Parteileitung verabschiedet hat sich nach 10 Jahren Tätigkeit und ca. 55 geschriebenen Protokollen wegen Wohnortswechsel unsere Sekretärin Martina Nützi. Leider verlässt aus beruflichen Gründen auch Monika Schaller das Gremium. Zum Dank für ihren Einsatz zu Gunsten von Kappel und der Partei erhielten alle Geehrten einen Restaurationsgutschein.

Unter dem Traktandum Verschiedenes zeigte Urs Studer als Vizepräsident Landumlegung Region Olten (LRO) und Vertreter der Gemeinde Kappel, welche Errungenschaften dieses Werk nach 15 Jahren Arbeit für Kappel erbracht hat.

Zum Abschluss des offiziellen Teils berichteten die beiden Gemeindepräsidenten über Aktuelles in den jeweiligen Gemeinwesen. Rainer Schmidlin zeigte auf, welchen Herausforderungen sich die Einwohnergemeinde in der soeben begonnen Amtsperiode stellen muss. Unter anderem erwähnte er die gegenüber der Prognose vor 12 Jahren sich viel schneller entwickelnde Bevölkerungs- bzw. Schülerzahl und die dadurch schon wieder knapp werdenden Kindergarten- und Schulräume. Erfreulich ist aber, dass in Kappel auch in der Amtsperiode 2021/2025 alle Behörden- und Kommissionssitze mit geeigneten Personen haben besetzt werden können.

Heinrich Ledergerber erläuterte die Geschäfte der anstehenden ausserordentlich Kirchgemeindeversammlung, bei der es um die Genehmigung der überarbeiteten Gemeindeordnung sowie der Dienst- und Gehaltsordnung geht. Zudem soll der amtliche Name dem effektiv verwendeten «röm. kath. Kirchgemeinde Kappel-Boningen» angepasst werden. Erwähnt wurden auch anstehende Arbeiten an den Gebäuden und Anlagen.

Zum Abschluss folgte ein feines Nachtessen bei gutem Wein und angeregten Gesprächen bis zu später Stunde.

Beat Schmidlin, Präsident CVP Kappel

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