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Ermüdende Theorie war gestern…

Daniel Keller
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(chm)

…heute werden Wiederholungskurse idealerweise mit grossem Praxisbezug organisiert. Vom 30.08.2021 bis 10.09.2021 absolvierten darum die 40 Betreuer der Zivilschutzorganisation Baden (ZSO Baden) im Kantonsspital Baden während zweier Wochen einen Wiederholungskurs der besonderen Art.

Raus aus den Uniformen der ZSO und rein in die Kleidung der Pflegenden machte den ersten Schritt des Rollenwechsels. Nach einem kurzen Theorieblock über die notwendigen Hygienemassnahmen und einer Orientierungsführung durch die wichtigsten Abteilungen wurden die Zivilschützer den Abteilungen auf den verschiedenen Etagen zugewiesen. Ihre Arbeit beinhaltete zu einem grossen Teil Patiententransporte, Mithilfe bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, über die Schultern der Pflegefachpersonen schauen und diese tatkräftig im Rahmen ihrer Kompetenzen unterstützen. Dadurch erhielten die WK-Leistenden einen ganz besonderen Einblick in die Tätigkeiten und in die gesamte Organisation der Pflegenden.

Die Rückmeldungen der Zivilschutzangehörigen waren sehr positiv:

«Ein sinnvoller Einsatz, bei welchem ich einiges lernen durfte»

«Obwohl es eine intensive Woche war, hat mir der WK Spass gemacht»

«Mein Respekt gehört dem Spitalpersonal – die Ruhe und den Überblick zu behalten, ist eine unglaubliche Herausforderung»

«Es war sehr motivierend, das Personal in ihren Aufgaben unterstützen zu können»

Eine vielseitige und akribische Planung war für die perfekte Umsetzung notwendig. Von ZSO und KSB musste ein gemeinsames Ausbildungskonzept mit Einsatzmöglichkeiten, Verschwiegenheitsklausel, Zielsetzung, Einsatzplan mit Zuständigkeiten, Ansprechpartnern, Aufgabenbereichen und vielem mehr erstellt werden. Die Zivilschützer wurden vor Betreten des Spitals einer Impfzertifikats-Kontrolle unterzogen. Es bestand vor Ort die Möglichkeit, nötigenfalls einen Covid-19-Test zu machen.

Wiedersehen macht bekanntlich Freude. So sind sich die beiden Parteien aufgrund des rundum positiven Résumés einig, die Zusammenarbeit zu intensivieren und auszubauen. Die gemeinsame Terminplanung 2022 ist bereits im Gange.

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