pro Senectute
Herbstwanderung von Rüeggisberg nach Schwarzenburg

Madeleine von Arx
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Bild: Madeleine von Arx

Bild: Madeleine von Arx

(chm)

Noch lag dichter Nebel im Mittelland, aber die Wetterprognosen versprachen einen sonnigen Herbsttag. Ausgangspunkt der heutigen Wanderung der Pro Senectute Olten war Rüeggisberg, welches nach einer abwechslungsreichen Postautofahrt ab Köniz erreicht wurde. Der heutige Wanderleiter Hansruedi Hofer begrüsste die muntere Wandergruppe und dann ging es erst mal zum obligaten Startkaffee. Rüeggisberg ist ein kleines Bauerndorf am Südhang des Längenbergs im Seftigenamt inmitten einer sanften, von Wald und Feldern geprägten Hügellandschaft. Das Ortsbild ist geprägt von den typischen Berner Bauernhäusern mit ihren stattlichen Walmdächern und bogenförmigen Giebelfeldern. So langsam verzogen sich die Nebelschwanden, die Sonne zeigte sich und wir konnten erste Blicke auf die Stockhornkette und das Gantrischgebiet werfen. Einen ersten Halt machten wir unterhalb des Ortskerns bei der Ruine einer romanischen Kirche eines Cluniazenserklosters. Sie war das erste Cluniazenser Priorat im deutschsprachigen Raum. Die Geschichte des Dorfes ist eng mit diesem Bau verknüpft, denn das Dorf war ein beliebter Etappenort für Pilger, da sich hier zwei Jakobswege treffen. Nun aber ging es auf einem schmalen Weg bergab, zuerst über den Hagenbachgraben, danach über Feldwege vorbei am Weiler Rohrbach bis hinunter zum Schwarzwasser. Nur noch wenige Schritte dem Fluss entlang und unser Picknickplatz bei einer Waldhütte war erreicht. Frisch gestärkt stand uns nun nach dem Brüggli ein kurzer, aber steiler Aufstieg, teilweise über Treppen, bevor. Alle schafften es problemlos und nach einer kurzen Verschnaufpause ging es etwas gemütlicher über Wiesen und an grasenden Kühen vorbei weiter. Oben bot sich uns ein einzigartiger Ausblick auf die Voralpen, wobei sogar ein paar Spitzen der Schneeberge zu sehen waren. Der Weg führte weiter über die Hochebene, vorbei an Weilern mit für uns unbekannten Namen wie Mamishaus oder Elisried. Bei einem wunderschönen Bauernhaus, prachtvoll geschmückt mit Blumen ringsherum, machten wir unseren Fotohalt. Nebenan pflügten die Bauern mit ihren Maschinen die Felder und machten sie für den Winter bereit. Schwarzenburg kam näher und somit auch der ersehnte Schlusstrunk im Gartenrestaurant. Eingebettet in den Hügeln der Region Gantrisch, zwischen Sense und Schwarzwasser, liegt Schwarzenburg. Diese Wanderung mit viel Natur und Kultur in einem für uns eher unbekannten Teil es Landes war für alle ein eindrückliches Erlebnis. (mva)

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