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Jubiläumslager des Solothurner Jugendblasorchesters

Stefan Berger
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Bild: Stefan Berger
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(chm)

Bereits zum 10. Mal wurde das Musiklager des Solothurner Jugendblasorchesters durchgeführt. Anfang Jahr startet das OK die Vorbereitungen zur Jubiläumsausgabe und war trotz unsicherer Prognose bezüglich der Pandemieentwicklung zuversichtlich, dass das Lager auch dieses Jahr stattfinden konnte. Nach Abklärungen mit den Solothurner und den Walliser Behörden wurde ein entsprechendes Schutzkonzept erstellt. Die Zertifikatspflicht war einerseits Hürde, vereinfachte aber die Umsetzung gegenüber dem letztjährigen Lager um einiges. Geimpft, getestet oder genesen fuhren die knapp 50 Teilnehmenden am Samstag, 2. Oktober mit dem Car nach Blatten im Lötschental. Maske, Abstand und Fiebermessen konnten wir glücklicherweise weglassen, sodass sich das Lagerleben nahezu normal anfühlte, und für einmal andere Themen dominierten. Nino Wrede leitete als Dirigent das Orchester zum zweiten Mal. Ihm zur Seite standen wiederum sieben Registerlehrkräfte, die mit den Jugendlichen die Literatur einstudierten. Da ein grosser Teil der Jugendlichen dem Orchester seit dem letzten Lager treu geblieben waren, konnten die Neuen schnell integriert und das Niveau beachtlich gesteigert werden. Damit alle genügend Energie hatten für die täglich bis zu acht Stunden Probe, sorgte einmal mehr die fantastische Küchencrew mit Barbara und Marcel Heutschi und Heidi und Markus Schindelholz.

Nebst intensivem Musizieren wurde auch ordentlich gefeiert. Alle Lagerteilnehmenden genossen das gesellige Beisammensein in dieser sonst so speziellen Zeit. Das OK liess es sich nicht nehmen, den Jugendlichen ein Geschenk zum Jubiläum zu machen. Sie organisierten für den «Bunten Abend» die Berner Pop-Rock-Band «Suspenders», die für tolle Stimmung und schwungvolle Tanzeinlagen sorgte. Viel zu schnell war die Lagerwoche vorüber, die Taschen wurden wieder gepackt, und es ging heimwärts. Das erste Abschlusskonzert bestritten die Jugendlichen in den neuen JBO-T-Shirts am Samstagabend in der Turnhalle in Fulenbach. Am Sonntag fand dann das zweite Konzert traditionsgemäss im Konzertsaal Solothurn statt. Das Konzertprogramm war vielfältig gestaltet und beinhaltete einige Leckerbissen. So durften sich zwei Solisten aus den eigenen Reihen mit ganz unterschiedlichen Solostücken präsentieren. Sven Häusler an der Klarinette interpretierte mit «Dancing Ebony» ein konzertantes Solowerk und begeisterte mit seinen klanglichen und technischen Fähigkeiten. Luzian Barbisch wählte ein Arrangement des Swingklassikers «Feeling Good» und überzeugte mit seiner lockeren, groovigen Spielweise, seinem Sound und einer speziellen «Solothurner» Kadenz. Aber auch alle anderen Mitglieder des Orchesters zeigten eindrücklich ihr Können, sowohl in den konzertanten als auch den unterhaltsamen Stücken und begeisterten das zahlreiche Publikum, das mit zwei Zugaben für den tosenden Applaus belohnt wurde. «Sisch immer eso gsi», und wird es hoffentlich noch viele weitere Jahre sein, dachte sich auch Lagerleiter Stefan Berger. Er gibt nach acht Jahren die administrative Leitung des Lagers an Julia Büttiker und Roman Joller weiter. Stefan gebührt für seine riesige Arbeit zugunsten der Solothurner Jugendmusikant*innen unsere Anerkennung und ein gigantisches Merci.

Textverfasser: Marco Nussbaumer, Bilder: Stefan Berger

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