akkordeonorchester Schönenwerd-Gretzenbach-Gösgen
Konert des Akkordeonorchesters Schönenwerd-Gretzenbach-Gösgen

Max Wyss
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Bild: Max Wyss

Bild: Max Wyss

(chm)

Konzert des Akkordeonorchesters Schönenwerd-Gretzenbach-Gösgen

Knapp 100 Personen trafen sich am letzte Sonntag trotz des schönen Wetters um den Klängen des Akkordeonorchesters zu lauschen. Unter der Leitung von Max Wyss hatten die Spielerinnen und Spieler ein abwechslungsreiches und technisch anspruchsvolles Programm einstudiert.

Das diesjährige Motto des Konzerts war der Orientexpress, jener legendäre Luxuszug, der von Paris aus Städte in ganz Europa und später auch Asien miteinander verband.

Der Start erfolgte in Paris, mit der Ouverture zu Jaques Offenbachs Oper «Orpheus in der Unterwelt». Schon hier wurde die gesamte Bandbreite der musikalischen Gestaltung ausgeschöpft: der wilde Beginn, danach die lyrischen Passagen und zum Schluss der fulminante, ungestüme Can Clan.

Weiter ging die Reise nach Istanbul, mit «Kumru» von Fazil Say, einer wunderbaren Ballade, deren Titel auf deutsch «Turteltaube» bedeutet.

Venedig war die nächste Station. Die berühmte «Barcarole» aus «Hoffmanns Erzählungen», wieder von Jaques Offenbach, erklang und fast schon glaubte man in einer Gondel auf einem der Kanäle in Venedig zu schaukeln.

Mit «Eine Steppenskizze aus Mittelasien» von Alexander Borodin zeigte das Orchester, dass es zu höchster Konzentration fähig war. Feine, flirrende Töne beschreiben die Einsamkeit der Steppe und zwei sehr lyrische Melodien stelle zwei Karawanen dar, welche sich in der Steppe begegnen und friedlich aneinander vorbeiziehen.

Mit einem Medley aus dem «Dschungelbuch» ging der erste Teil zu Ende. Der Marsch der Elefanten, Das Lied von Balu dem Bären, Trautes Heim und Ich will sein wie Du waren die Songs, die Max Wyss für das Akkordeonorchester arrangiert hatte. Auch hier konnten die Spielerinnen und Spieler wieder Ihre Fähigkeit, verschiedene Stimmungen auszudrücken unter Beweis stellen und auch für den Schlagzeuger, Michi Büchi, war es eine Gelegenheit, sein grosses Können zu zeigen.

Nach der Pause wurde es etwas lockerer: Isabelle Meier dirigierte «Masel tov» und «Another wish in my Mind», danach folgte der «Lyrische Walzer» aus der Jazz-Suite von Dimitri Shostakovich.

Es folgten zwei Stücke der Zillethaler Schürzenjäger: «Marsch der freiwilligen Feuerwehr» und der «Timple Boarische». Mit dem Marsch zeigte das Orchester, dass ihm auch Ausgelassenheit nicht fremd ist.

Mit der «Zigeunerpolka» von Bobby Zaugg und dem Marsch «Corona» von Wim Laserroms endete das Programm. Letzterer wurde schon 2006 komponiert, hat also nichts mit der Pandemie zu tun.

Natürlich kam das Orchester nicht um eine Zugabe herum. «The lonely Shepherd» von James Last erklang und danach noch einmal der «Marsch der freiwilligen Feuerwehr».