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Konzert «Harmonie Biberist»

Thomas Zurschmiede
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(chm)

Die «Harmonie Biberist» eröffnete ihr Jahreskonzert mit Pauken und Trompeten, genauer gesagt mit den olympischen Fanfaren von 1984 von John Williams. Der Dirigent Miguel Etchegoncelay führte seine «Harmonie» mit Charme durch das ganze Konzert, das trotz Ausfällen in letzter Minute überaus stimmungsvoll gelang. Oliver Waespi schuf mit «Caledonia» ein rhapsodisches Werk basierend auf schottischen Melodien, welches überleitete zu «Amazing Grace». Dieses weltbekannte Lied, dessen Ursprung im Dunkeln liegt, ertönte in einem unglaublich farbig gestalteten Arrangement von Frank Ticheli. Der 1. Teil endete mit den ungarischen Tänzen Nr. 5 und 6 von Johannes Brahms in der Bearbeitung des Dirigenten.

Ein Intermezzo bot die Windband unter der Leitung von Jonas Beck, der hier eine wertvolle Arbeit leistet und mit lustvollem Musizieren das Publikum beglückte.

«Simple Gifts» eröffnete den zweiten Konzertteil. Die vier Shaker Songs, die man als religiöse Volkslieder bezeichnen kann, sind geschickt arrangiert von Frank Ticheli kleine Kostbarkeiten. Resoluter zur Sache geht’s bei «Three Aspects Of Kurt Weill»: Marsch gegen den Faschismus, Musette und Broadway Swing zeigen den Komponisten in seiner schillernden Persönlichkeit, die mehr ist als nur Dreigroschenoper. Der 2. Walzer aus der Jazzsuite Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch leitete über zur fulminanten Schlussnummer. Klezmer Classics umfasst vier der bekanntesten Klezmer-Melodien von schwermütig bis ausgelassen. Christine Butty liess hier ihre Finger auf dem Sopran Sax fliegen. Mit riesigem Applaus dankte das zahlreich erschienene Publikum für den gelungenen Abend, durch welchen Patrick Kappeler als Conferencier führte. «Berliner Luft» und das in Hofwil entstandene «Luegit vo Berg und Tal» setzten den Schlusspunkt.

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