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Mehr Wohnraum für Mauersegler

Thomas Hersche
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(chm)

Dass beim Gemeindehaus in Unterentfelden eine beachtliche Mauerseglerkolonie brütet, ist sicherlich schon vielen aufgefallen. Die Mauersegler, die ab Anfang Mai während rund dreier Monate ihr Zuhause aus dem Gebiet südlich der Sahara nach Europa verlegen, sind die Sommerboten schlechthin. Jährlich sind die meisten der 16 Nistkästen am Gemeindehaus bewohnt und ziehen die Spyren, wie diese faszinierenden Vögel auch genannt werden, eine Brut auf. Unsere moderne Architektur lässt den Mauerseglern, welche im Grunde genommen sehr anspruchslos sind, was den Nistplatz betrifft, leider nur noch wenige Möglichkeiten offen. Während früher die Dachuntersichten noch da und dort Ritzen und Löcher aufwiesen, haben Flachdachkonstruktionen kaum mehr ein Vordach. Genau deshalb ist unsere Hilfe gefragt: Wir stellen künstliche Nisthilfen zur Verfügung, welche vor der Witterung geschützt und in genügender Höhe aufgehängt sein müssen. Die Mauersegler, die bekanntlich ausser zum Brüten immer in der Luft sind, haben wegen ihrer kleinen Beine und ihrer langen Flügel Mühe mit einem Start ab Boden. Deshalb brauchen sie eine Höhe von mindestens drei Metern, um sich fallen zu lassen und starten zu können.

Infolge der Fassadenrenovation des Gemeindehauses mussten letzten Herbst sämtliche Kästen demontiert werden. Dies gab dem Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden die Gelegenheit, diese von einem Anflug von unten auf einen Vorderanflug umzubauen, was den Vorteil bringt, dass die Fassade kaum mehr verschmutzt wird. Gleichzeitig wurde in den Kästen eine Starenbremse eingebaut, welche es den Staren erschweren soll, in den Mauerseglerkästen zu brüten. Der Gemeinderat hat unserem Antrag für zusätzliche 16 Spyrenkästen an der Bächlihalle und 6 Nistkästen für Alpensegler auf der Hinterseite des Gemeindehauses zugestimmt. Wir sind gespannt, wann die Alpensegler, welche etwas grösser sind als die Spyren, die neuen Nistmöglichkeiten in Unterentfelden entdecken werden.

An dieser Stelle möchte der Natur- und Vogelschutzverein der Firma Eniwa ganz herzlich danken für das Zurverfügungstellen ihrer Hebebühne. Diese hat die Montage der Kästen in luftiger Höhe um einiges einfacher, aber vor allem auch sicherer gemacht. Ein grosses Dankeschön gebührt auch Ueli Mosimann, der beim Montieren der vielen Kästen tatkräftig mitgeholfen hat.