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TV Sarmenstorf en tournée

Remo Stettler
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Bild: Remo Stettler

Bild: Remo Stettler

(chm)

TV Sarmenstorf en tournée

Am frühen Morgen des 25. September trafen sich 25 Turner des TV Sarmenstorf zur alljährlichen Turnfahrt. Obwohl einige den Vorabend noch in den Knochen spürten, freuten sich alle auf ein ereignisreiches Wochenende im schönen Pays de Gruyère.

Charmey war unser Ziel. Mit Bus und Bahn trafen wir nach ca. 3 Stunden Fahrt in diesem kleinen Dorf ein. Ein Samstag wie jeder andere. Nicht ganz! Viele Leute säumten die enge Hauptstrasse und warteten auf die Viehherden, welche an diesem Tag von den umliegenden Alpen wieder ins Tal heruntergeführt werden. Schon von weitem hörte man das laute Glockengeschell und wir waren gespannt, was uns jetzt dann gleich erwartet.

Dann war es so weit. Stolze Älpler, Sennerinnen in ihren Trachten mit Kind und Kegel, führten die prächtig geschmückten Kühe, Geissen, Mulis, Pferde und Schafe sicher und routiniert durch das Dorf. Sichtlich erleichtert, dass das Ziel nicht mehr weit weg ist, lachten und winkten sie den staunenden Besuchern zu. Ein mancher verspürte eine gewisse Ehrfurcht, wenn man bedenkt, was es braucht, um diesen ganzen Tross wieder sicher ins Tal zu bringen.

Nach einem stärkenden Mittagessen ging es am Nachmittag weiter Richtung La Berra, einem 1719 m hohen Berg. Rechtzeitig standen alle Turner bei der besagten Bushaltestelle und warteten auf den Bus. Dieser kam, fuhr an uns vorbei, hielt etwas weiter vorne an der richtigen Haltestelle an und fuhr weiter. Leider ohne uns. Die beiden Organisatoren staunten nicht schlecht ob dieser Aktion und kratzten sich einen Moment am Kopf. Eine Stunde später erwischten wir dann zum Glück den nächsten Bus. Ziemlich unter Zeitdruck, weil sonst die Sesselbahn nicht mehr fährt, chauffierten uns 6 Taxis in Rekordzeit zur Talstation des La Berra. Im Vierersessel ging es dann zügig in die Höhe. So zügig, dass dem Schreiberling sogar seine schöne Weitsichtbrille vom Kopf direkt in die grünen Matten hinunter gewindet wurde. Jä no!

Geschafft! Bereits etwas Kniebel von der langen Reise, wurden wir auf der Terrasse unserer Unterkunft mit einem Apéro begrüsst. So schön! Anschliessend hiess es Zimmerbezug. Wir verteilten uns auf zwei Massenschläge, wobei es am Schluss auch einer getan hätte…

Kurt, unser Glücksbringer, ein Batterieplüschhund an langer Leine, machte unterdessen keinen Zabel mehr, weil ihm die Strapazen der anstrengenden Reise doch ziemlich zusetzten…

Nach einem herrlichen Fondue moitié-moitié genossen wir ausgiebig die Kameradschaft und liessen es uns einfach gutgehen. Dank einer eigens improvisierten Bar im Keller der Unterkunft bekam der spätere Abend für viele ganz unerwartet noch einmal richtig schön Schwung.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Bergstation. Trotz starkem Wind und Regen sind wir sicher via Gondel und Bus im Tal angekommen.

Ab jetzt wird gewandert. Auch wenn Vereinzelte noch nicht ganz in Topform waren, nahmen wir den 2½-stündigen Marsch entlang dem glitzernden Lac de Gruyère in Angriff. Nach der einen oder anderen Verschnaufpause erreichten wir Rossens, wo dann auch ein wunderbares Mittagessen für uns bereit war und uns ein wohlverdientes, kühles Blondes zublinzelte.

Wieder bei Kräften ging es zur Bushaltestelle. Diesmal war es die richtige! Nach 40-minütiger Busfahrt erreichten wir la gare de Fribourg, um von da aus den Heimweg anzutreten. Alles wäre reibungslos verlaufen, hätte der Schreiberling nicht auch noch sein Natel in Rossens verloren…

Via Bern-Aarau-Wohlen sind wir dann am späteren Nachmittag vollzählig und gut gelaunt in Sarmenstorf angekommen. Im Restaurant Kreuz liessen wir das gemeinsame Wochenende noch einmal Revue passieren und beendeten den Abend mit einem überaus kräftig gesungenen Turnerlied.

Un grand Merci aux organisateurs Christoph et Stephan. C'était merveilleux.

Remo Stedi Stettler

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