leserbeitrag
«Gott will mein Esel sein» – Bericht vom Muttertagsgottesdienst am 9.5.2021

Annalies Annalies
Drucken
Teilen
Bild: Annalies Annalies
3 Bilder
Bild: Annalies Annalies
Bild: Annalies Annalies

Bild: Annalies Annalies

(chm)

Am Muttertag erlebte eine bunt gemischte Besucherschar einen unterhaltsamen und anregenden Familiengottesdienst im Gemeindehaus der reformierten Kirche Herisau und eine bewegende Eselsbegegnung.

Der Saal war voll besetzt. Aber doch fand ein kleines Eselchen schnell den Weg zu jüngeren Gästen, um sie mitzunehmen auf eine Zeitreise in den alten Orient – so ganz nach Eselart. Dabei erfuhren sie einiges über den Charakter dieser gutwilligen und gleichzeitig überaus sensiblen Tiere. Im Mittelpunkt stand die spielerisch inszenierte Darstellung der Geschichte des Sehers Bileam. Eigentlich hatte er den Auftrag, das Volk Israel auf seiner Reise in ein neues Land zu behindern. Bileams Reittier aber, eine Eselin, liess das nicht zu. Sie blieb stocksteif stehen und liess sich auch durch Stockschläge nicht zum Weitergehen bewegen. Schliesslich kam heraus: Ein Engel Gottes durchkreuzte die Pläne Bileams und zeigte ihm, dass Gott die heimatlosen Wanderer schützen und segnen wollte. Daraus resultiert die Erkenntnis, dass es lohnt, nach den Gründen zu fragen, wenn andere etwas anderes wollen als man selbst, und dass es vielleicht gerade die Hindernisse sind, die uns den Weg weisen. Gerade hier zeigt sich Gottes Liebe. Zur Feier des Tages erhielten alle Anwesenden eine Muttertagsrose. Bevor sie den Heimweg antraten, konnten sie persönlich auf Tuchfühlung gehen mit zwei lebenden Tieren, zwei wahre Prachtexemplare ihrer Gattung: Eine geschlagene Stunde mühten sich Markus Krebs und sein Mitarbeiter Werner Büchle von Hof Baldenwil geduldig, die Esel anschliessend wieder auf den Anhänger zu bringen.

Pfrn. Johanna Spittler, evang.-ref. Kirchgemeinde Herisau

Aktuelle Nachrichten