Leserbeitrag
Ortspartei LdU Neuenhof sagt JA!

Fabienne Schmid
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Wenn am 28. Januar, bei einer ausserordentlich einberufenen Einwohnergemeindeversammlung noch einmal über Budget und Steuerfuss 115 % abgestimmt wird, sagt die LdU Ortspartei ein weiteres Mal JA Wie zu erwarten war können am Voranschlag keine Abstriche vorgenommen werden, die einen tieferen Steuerfuss rechtfertigen. Vor zwei Jahren haben wir noch die Senkung des Steuerfusses auf 98% mitgetragen. In Zusammenhang mit der Strategie „Vorwärts“, die wir nicht als gescheitert betrachten, wollte unsere Gemeinde damit einen Vorstoss wagen, Neuenhof noch attraktiver zu machen. Wir wollten aber auch auf die Ungleichheiten bei der Verteilung vom Finanzausgleich hinweisen. Das ist und scheint gelungen zu sein. Der Kanton wurde herausgefordert. Wir haben mit unserem Schritt Aufmerksamkeiten ausgelöst die weit herum Beachtung fanden. Es besteht Hoffnung, dass im Kantonsparlament über eine Neuregelung vom Finanzausgleich diskutiert und eine Anpassung vorgenommen wird. Machen wir auch hier wieder den ersten Schritt. Zeigen wir, dass wir gewillt sind ein eigenes finanzielles Opfer zu erbringen. Nehmen wir die Reduktion zurück, mit der wir vor zwei Jahren provokativ den Steuerfuss gesenkt haben. Wir wollten mit einer Anpassung auf den durchschnittlichen Wert des Steuerfusses im Bezirk Baden ein Zeichen setzen, dass man die Sorgen und Nöte einer finanzschwachen Gemeinde ernst nimmt. Druck erzeugt Gegendruck. Ein solches Risiko erscheint uns als zu hoch. Wir lenken ein ohne uns von der Strategie „Vorwärts“ abzuwenden, die auf gutem Weg ist. Wir sagen ja zur Rückkehr auf einen Steuerfuss von 115% wohl wissend, das wir damit nicht aus unserem „Finanzloch“ herauskommen. Ohne Hilfe „von oben“ müssten wir die Steuern wesentlich höher ansetzen, was niemand will und uns zu Aussenseitern einer Region macht die mit wenigen Ausnahmen keine finanziellen Sorgen kennt.

Armin Poznicek

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