Leserbeitrag
Pfarrei Baldingen/Böbikon war im Lager

Die Lagerwoche zum Thema spielen mit 32 Kindern und den 8 Leiterinnen und Leitern war ein Erfolg.

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Samstag 26.9.09
Als am Samstagmorgen um 9.30 Uhr das Postauto in Böbikon beladen war und sich die Kinder von ihren Eltern verabschiedet hatten, ging es nach Baldingen um den Rest der Kinderschar einzusammeln. Um 10.00 Uhr hiess es auch dort Abschied nehmen. Nun ging die Reise los in Richtung Jura. Auf dem Weg zur Raststätte Pieterlen sangen wir im Car viele verschiedene Lieder. Nachdem wir gegessen hatten, machten wir zur Auflockerung noch ein Tschieiei. Nun ging es weiter zum Lagerhaus. Endlich im Lagerhaus angekommen bezogen wir das Jurahaus in Fornet-Dessus. Nach der Zimmereinteilung richteten sich alle in ihren Zimmern ein. Bevor unser Chauffeur Ernst Strittmatter die Heimreise antrat kam noch das obligatorische Zigi zagi als Dankeschön für die Carfahrt. Anschliessend lernten wir uns, dem Motto entsprechend mit einem Kennenlernspiel besser kennen. Wir wurden in Gruppen eingeteilt, der Ämtliplan wurde erklärt und die Hausordnung wurde vorgelesen. Nach einem sehr feinen Nachtessen ging es mit dem Abendprogramm weiter. Wir durften alle im hauseigenen Casino spielen. Wir spielten gegeneinander und gewannen oder verloren Jetons in verschiedenen Farben. Nach einem aufregenden Tag gingen wir ins Bett. Dort genossen es alle, dass sie nicht alleine im Zimmer waren. So sprachen einige noch lange, lange Zeit.
Geschrieben von der Gruppe Gelb

Sonntag 27.9.09
Wir wurden am Morgen geweckt und als alle am Frühstückstisch waren, erfuhren wir, dass Hanni Vonlanthen aus gesundheitlichen Gründen nicht bei uns sein kann, aber für uns ein Programm vorbereitet hat. So starteten wir nach dem Frühstück mit dem basteln von einem Spiel. Dies ist ein biblisches Spiel, welches früher im Sand gespielt wurde und heisst 3 gewinnt. Das Spiel besteht aus 6 Steinen, einem Spielbrett aus einem Waschlappen und einem Säckchen welches wir bemalen konnten, um das Spiel zu versorgen. Anschliessend wurde der Hunger gestillt mit einem leckeren Mittagessen. Am Nachmittag bastelten wir aus Büchsen eine Laterne. Wir schnitten aus den Büchsen Fenster aus und klebten farbiges Laternenpapier hinein, welches bemalt und beklebt werden durfte. Mit Draht haben wir einen Henkel an die Laterne gemacht, damit man sie tragen konnte. Wer fertig war, hatte freie Zeit, in der viele die Sonne genossen auf dem grossen Spielplatz. Nach dem Nachtessen machten alle miteinander einen Spaziergang mit ihren Laternen. Dabei spielte in den Laternen das Licht. Zurück im Lagerhaus schauten wir eine Tonbildschau vom Bolli dem roten Elefanten. Bolli hat geholfen das Feuer eines brennenden Hauses zu löschen. Anschliessend haben die Bewohner des Dorfes Bolli eingesperrt, damit er wie die Feuerwehr kommt, wenn es brennt. Bolli gefiel dies nicht und floh. Er genoss die Freiheit, war aber nicht zur Stelle als es brannte. Er war zu spät. Da merkten die Bewohner, dass sie einen Fehler gemacht haben, als sie Bolli einsperrten. Sie richteten ihm ein schönes Haus ein und alle waren glücklich. Nach der Tonbildschau verwöhnte Yvonne und Christa uns mit einem feinen Dessert. Alle gingen müde ins Bett.
Geschrieben von der Gruppe Gelb

Montag 28.9.09
Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem obligatorischen „Ämtli", begannen wir die Mikadostäbe zu bemalen. Das Mikado 41 Stäbchen mit verschiedenen Farbkombinationen. Das Bemalen dauerte bis zum Mittagessen. Es gab Omeletten gefüllt mit Hackfleisch, Zimt-Zucker, Apfelmus oder Konfitüre und Salat. Es hat allen so gut geschmeckt, dass die Küchencrew noch Nachschlag zubereiten musste. Nach dem Essen war die Wanderung geplant. Wir mussten um 14.15 Uhr vor dem Lagerhaus mit warmer Kleidung den Wanderschuhen und dem Regenschutz bereit stehen. Typisch für den Jura sind die Pferde, die wir auf der Wanderung beobachten konnten. Die Wanderung führte uns durch die Region der Freiberge, wonach die hiesige Pferderasse Freiberger benannt wurde. Den ersten grossen Zwischenhalt, machten wir bei einer Forsthütte. Dort verwöhnte uns die Küchenmanschaft mit leckeren grillierten Würsten und Kuchen. Frisch gestärkt gelangten wir nach kurzer Zeit nach Bellely. Beim Kloster von Bellelay angekommen begrüsste und Herr Graber. In der Schaukäserei erfuhren wir mehr über die Ortschaft Bellelay was auf Deutsch schönes Wildschwein heisst und dessen Käse. Der Bellelay Käse wurde von den ansässigen Mönchen gemacht. Der Überlieferung nach soll ein Mönch, mit einem Messer vom oberen Teil des Käselaibes, Käse abgeschabt haben. Damit der Abteileiter nicht merken sollte, dass er heimlich Käse isst. Beim Essen vom abgeschabten Käse, merkte der Mönch, dass das Aroma noch intensiver zur Geltung kommt, als wenn er den Käse am Stück isst. Als der Abteileiter das Fehlen vom Käse feststellte und den Mönch beim Abschaben vom Käse beobachtete, probierte er dies ebenfalls aus. Er machte bezüglich der Aromaentwicklung die gleiche Feststellung wie der Mönch. Er verzichtete darauf den Mönch zur Rede zu stellen und fortan wurde der Bellelay Käse durch abschaben des Käselaibes gegessen. Durch die Girolle entstehen Käserosetten, welche das Aroma des Käses zur Geltung bringen und äusserst dekorativ aussehen. Der Bellelay Käse ist bestens bekannt unter dem Namen Tête de Moine. Der Begriff Tête de Moine bezeichnet früher spöttisch die Ähnlichkeit zwischen dem geschabten Käselaib und der typischen Mönchsfrisur. Nach diesen Informationen durften wir den Käse degustieren. Als wir uns gestärkt hatten liefen wir mit Fackeln durch den Wald zurück zum Lagerhaus.
Geschrieben von der Gruppe Blau

Dienstag 29.9.09
Heute war ein sehr schöner Tag. Am Morgen machten wir draussen auf dem Vorplatz verschiedene Spiele im Grossformat. Wir spielten 3 gewinnt, Mühle und Mensch ärgere dich nicht. Bei diesen Spielen waren wir Kinder die Spielfiguren und mussten als Team miteinander entscheiden, wer, welchen zu spielen durfte oder musste. Es war toll, mal auf eine andere Art Brettspiele zu spielen. Zum Abschluss vor dem Mittagessen spielten wir Sitzball mit einem Ballon der ca. 90 cm Durchmesser hatte. Es war schwierig mit einem so grossen Ball jemanden zu treffen oder den Ball zu fangen. Nach einer gewissen Zeit wurde der Ballon durch einen Schaumstoffball ausgetauscht und weiter gespielt. Danach gab es Mittagessen. Es gab Spaghetti mit verschiedenen Saucen. Am Nachmittag bemalten wir einen Rucksack, für die Spiele die wir selber bastelten. Es entstanden viele verschiedene Rucksäcke mit sehr viel Ausdauer und Kreativität. Jeder Rucksack wurde einzigartig. Die Kinder, welche fertig waren mit dem Rucksack, hatte freie Zeit bis um 16.00 Uhr. Wir trafen uns vor dem Lagerhaus für ein paar spiele. Die einten Kinder spielten, die anderen gingen einkaufen im kleinen, dorfeigenen Laden. Nach dem einkaufen stärkten sich alle Kinder beim Abendessen. Es gab feien Pouletflügeli mit Bratkartoffeln und Salat. Am Abend war das Programm Gemeinschaftspiele. Wir spielten den Finkensalat, bei dem alle Kinder und Leiter einen Finken abgaben und unter einem Leintuch versteckten. Um den Finken wieder zu erhalten musste man ihn einlösen in dem man wie ein Pinguin um den Kreis lief, unter den Stühlen durchkriechen musste, einem Minute ruhig sein musste, Alle meine Entchen gurgeln und noch vieles mehr. Weiter Spiele waren, „de Fuchs got ume", die stille Post, das Flüsterspiel und noch viele mehr. Um 22.00 Uhr mussten wir alle in den Zimmern sein und um 22.30 Uhr sollten wir schlafen. Das passierte aber nicht überall.
Geschrieben von der Gruppe Grün

Mittwoch 30.9.09
Um 7.30 Uhr ertönte die Weckmusik. Als alle Kinder ausser Einem, am Frühstückstisch waren, riefen wir es und sangen alle gemeinsam für unser Geburtstagskind Melody, Happy Birthday. Anschliessend gab es Frühstück. Nachdem alle genug gegessen hatten, mussten wir unsere „beliebten" Ämtli machen. Das Programm startete um 10.00 Uhr. Wir trafen uns draussen und fingen mit einer ersten Runde Spiel ohne Grenzen an. Dabei mussten wir einen Ballon möglichst lange durch blasen in der Luft halten, mit einem Teller auf der flachen Hand eine Stafette absolvieren, mit einer Gabel Ballone in einen Kehrichtsack transportieren, Papiersäcke zerplatzen, einander den Ball zuwerfen, einen Kartoffellauf absolvieren und Büchsenkegeln. Vor dem Mittagessen durfte Melody, mitten im Kreis von allen Kindern, ihr Geschenk auspacken, welches sie von Zuhause erhalten hat. Es war Kuchen für alle drin. Zum Mittagessen gab es Riz Casimir mit Früchten und Salat. Nach dem Mittagessen wurden die anderen „Frässpäckli ausgepackt. Im Einten hat es für jedes Kind ein Seifenblasenspiel und im anderen verschiedene süsse Sachen. Am Nachmittag, bevor die zweite Runde Spiel ohne Grenzen los ging bekam jeder vom Geburtstagskind ein Stück Kuchen. In der zweiten Runde Spiel ohne Grenzen spielten alle Gruppen jedes Spiel ein zweites Mal. Für die Gruppenfotos besammelten wir uns hinter dem Haus auf der Wiese. Anschliessend hatten wir Freizeit bis zum Abendessen. Es gab Käsehörnchen mit Apfelmus. Nach dem Abendessen erledigten alle ihre Ämtli sehr schnell, damit sie genügend Zeit hatten sich für das Abendprogramm bereit zu machen. Es war nämlich DISCO angesagt, welche sehr beliebt ist. Diese ging bis spät in die Nacht.
Geschrieben von Gruppe Orange

Donnerstag 1.10.09
Heute durften wir eine Stunde länger schlafen, da am Vorabend die Disco war. Darum Frühstückten wir später. Es gab einen feinen Brunch mit Müesli, Joghurt, Käse, Fleisch und Rösti. Um 11.00 Uhr startete das Programm. Wir stellten selbst ein Memory her und falteten selbst die Schachtel dazu. Wer fertig war, hatte Freizeit. Weil wir kein Mittagessen hatten, gab es einen feinen Hamburger zwischendurch. Anschliessend bastelten die, welche noch nicht fertigen waren ihr Memory fertig oder bemalten einen Feldstecher. Es entstanden viele verschiedene Symbole, Muster, Wappen, Tiere, etc. auf den Karten. Jedes war individuell und speziell geworden. Bis zum Abendessen hatten wir frei, mussten aber draussen an der frischen Luft spielen und die Sonne geniessen. Zum Abendessen gab es Kartoffelstock, Fleisch mit Sauce, Karotten, Randensalat und grünen Salat. Das war sehr lecker. Das Abendprogramm war Lotto bei dem alle Kinder immer gespannt auf die nächste Zahl warteten und hofften es sei die, welche sie brauchten um Lotto zu rufen. Am Schluss ging niemand leer aus und alle hatten ein tolles Geschenk. Müde gingen alle ins Bett.
Geschrieben von Gruppe Rot

Freitag 2.10.09
Der letzte Tag ist gekommen und da wir ab 7.30 Uhr keinen Strom mehr hatten musste heute etwas früher geweckt werden. Das Frühstück nahmen wir bei Kerzenlicht ein, was eine sehr ruhige Stimmung ergab, oder lag es an der Müdigkeit der Kinder? Am Morgen bastelten die Kinder noch ein Spiel für draussen, welches zuerst im Kreis ausprobiert wurde. Es ist ein Indiaca. Zuerst musste jedes Kind einen Ballon mit Sand füllen, danach noch zwei weitere Ballone darüber ziehen, ein Jutenstück zuschneiden und um den Ballon binden, oben zusammen binden und Federn hineinstecken. Wer fertig war ging nach draussen den Indiaca ausprobieren. Da wir keinen Strom hatten, gab es kalten Fleischkäse und verschiedene Salate zum Mittagessen. Am Nachmittag war aufräumen und packen angesagt jedes Zimmer musste selbst packen und aufräumen. Anschliessend gingen alle Kinder in ihre Gruppen um den bunten Abend vorzubereiten und zum letzten Mal ihre Jetons vom Casino beim hauseigenen Lagerkiosk einzulösen. Am Nachmittag kam irgendwann der Strom wieder zurück und so gab es ein Warmes Abendessen. Zum Abschluss vom Lager war der Bunte Abend. Jede Gruppe hat ein Spiel vorbereitet. Diese waren 1,2,oder 3, Herzblatt, Mörderlispiel, wer bin ich? und mit einer Gabel eine Ballon zerplatzen ohne ihn mit der anderen Hand zu berühren. Anschliessend gab es für alle ein Stück Kuchen. Wie jedes Jahr wurde dem Leitungsteam gedankt, für das organisieren und planen vom Lager. Passend zum Kanton und dem, was wir erfahren haben in der Woche bekamen alle eine Girolle. Die grossen Mädchen wollten sich ebenfalls bedanken und übergaben jedem vom Leitungsteam einen selbstgebastelten Engel aus einem Ton topf als Dankeschön von den Kindern. So ging ein erlebnisreiches Lager dem Ende zu. Alle Kinder nahmen das letzte Mal ihren Schlafplatz im Lagerhaus ein. Einige konnten vor Müdigkeit die Augen nicht mehr offenbehalten und schliefen ein, andere flüsterten noch bis lange in die Nacht.

Samstag 3.10.09 Heimreise
Alle Kinder mussten vor dem Frühstück alle ihre Sachen packen und nach unten bringen, damit die Zimmer so gut wie leer waren. Anschliessend gab es Frühstück. Die Kinder wurden eingeteilt, wer was zu putzen respektive aufzuräumen hatte, damit wir das Haus besenrein verlassen konnten. Um halb zehn traf Ernst Strittmatter mit dem Postauto wieder bei und im Lagerhaus ein. Bald schon, war alles fertig und wir konnten die Heimreise beginnen. Ein paar wenige schliefen auf der Fahrt, andere sangen und einige diskutierten über das vergangene Lager und freuten sich auf das Nächste. Auf der Raststätte gab es traditionell Wienerli im Teig mit verschiedenen Saucen. Nach dem Essen erlebten wir noch einen Schultag in einem Spiel, bei dem jeder ein Zettel zog und immer wenn das, was auf dem Zettel stand vorgelesen wurde musste man um den Kreis rennen. So hatten alle wieder warm. Zum Dessert gab es einen Biber. Wieder alle im Car ging die Fahrt weiter nach Baldingen. Dort verabschiedeten sich die Kinder von den anderen Kindern und von den Leitern, begrüssten ihre Eltern und nahmen das Gepäck entgegen. Nun nahmen die Leiter und die Kinder den letzten Abschnitt in Angriff und fuhren nach Böbikon wo bereits die anderen Eltern warteten.
Gesund, aber ein bisschen müde kamen alle wieder Zuhause an. Es war eine erlebnisreiche und tolle Woche welche wir miteinander erleben durften. Das Leitungsteam Dankt allen Kindern fürs mitkommen, Ernst Strittmatter fürs Fahren und all unseren Spendern und Sponsoren für ihre Unterstützung.
Der Lagerrückblick findet am 22.11.09 von 14.00 bis 17.00 Uhr im Pfarrhuus in Baldingen statt. (pla)