Leserbeitrag
Pilzkontrolleur findet Morcheln beim Café Knaus

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Das Morchelbeet vor dem Café Knaus Der junge Geschäftsführer Samuel Lanz (links im Bild) mit dem Pilzexperten Urs Widmer von der Pilzkontrollstelle Oensingen.

Das Morchelbeet vor dem Café Knaus Der junge Geschäftsführer Samuel Lanz (links im Bild) mit dem Pilzexperten Urs Widmer von der Pilzkontrollstelle Oensingen.

Die Blumenrabatte vor dem Café Knaus in Oensingen scheint auf den ersten Blick einfach nur dekorativ zu sein. Sie rundet das gepflegte Erscheinungsbild des allseits bekannten Cafés ab. Geht aber ein Pilzkontrolleur einmal einen Kaffee trinken, so bekommt die Rabatte etwas mehr Aufmerksamkeit. Vor allem dann, wenn der nackte Humus mit Rinden-Mulch abgedeckt ist. Aus ein paar Metern Entfernung ist noch nichts zu erkennen. Dann aber entdeckt der Pilzexperte das unvermutet Vermutete. Im ganzen Beet verteilt stehen mehrere Dutzend Fruchtkörper des begehrten Speisepilzes "Morchella elata". Landläufig bekannt als Spitzmorchel. Die Blumen-Rabatte beim Café Knaus ist aber kein natürlicher Standort. Der Rinden-Mulch bringt den Pilz an diesen Ort. Unter günstigen Bedingungen entwickeln sich dann auch Fruchtkörper. An natürlichen Standorten im Wald oder in Auenlandschaften fruchten die standorttreuen Spitzmorcheln bei günstigen Bedingungen über mehrerere Jahre. Das Morchel-Beet beim Café Knaus bleibt also ein einmaliges Erlebnis.

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