Leserbeitrag
Preise am Känguru-Wettbewerb

Patrick Zehnder
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Bei der zehnten Austragung des Känguru-Mathematikwettbewerbs an der Kanti Baden beugten sich im März 200 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten über mathematische und logische Probleme. Die 30 kniffligen Aufgaben wurden wiederum an der Berliner Humboldt-Universität ausgedacht. Schweizweit nahmen gegen 20‘000 Schülerinnen und Schüler teil, weltweit wird mit 6,3 Millionen Teilnehmern gerechnet. Entstanden ist „Känguru“ im Jahre 1978 in Australien, deshalb auch der exotische Name. Ziel war es, das Interesse und die Lust am mathematischen Denken zu wecken und zu fördern. Der Erfolg war derart gross, dass die Idee von anderen Ländern übernommen wurde. Mit dem „kangarou des mathématiques“ in Frankreich fasste der Wettbewerb 1991 in Europa Fuss.

Unterdessen stehen die Resultate fest und es konnten je drei Schülerinnen und Schüler prämiert werden. Sie wurden in einer schulinternen Feier ausgezeichnet. In der ersten Klasse kamen Saïd Andreis (Baden-Dättwil), Victoria Beringer (Baden) und Carmen Scheidemann (Baden) aufs Podest. In der zweiten Kategorie (2. bis 4. Klasse) schafften dies Romina Som (Lengnau), Timon Künzler (Baden) und Marc Schmid (Nussbaumen). In der Spezialwertung „längster Känguru-Sprung“ gelang es Victoria Beringer 16 von insgesamt 30 Aufgaben in Serie richtig zu lösen.

Die Bilanz nach der zehnten Austragung des Mathematik-Kängurus an der Kanti Baden fällt positiv aus. Die konstante Beteiligung von 20 Prozent der Schülerschaft zeigt, dass sich junge Leute begeistern lassen vom reinen Denken und Rechnen. Taschenrechner und andere Hilfsmittel sind nämlich ausdrücklich verboten am Wettbewerb. Es geht demnach um das genaue Beobachten, das Feststellen von Analogien, das Prüfen und Abwägen von Lösungswegen, und so weiter. Diese Tüftelarbeit scheint vielen Jugendlichen zu gefallen, sie fühlen sich gefordert und das Entdecken einer schönen Idee befriedigt und bereitet Freude. Das mag wohl ein Grund sein für die nicht nachlassende Beliebtheit dieses Wettbewerbs: Gymnasiastinnen und Gymnasiasten erleben ihre eigene Kompetenz. (pze)

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