Leserbeitrag
Progymnasiasten lernen den richtigen Umgang mit digitalen Medien

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Seit rund einem halben Jahr gehen die Schülerinnen und Schüler des ersten Progymnasiums an der Kantonsschule Olten zur Schule. Sie navigieren dort sicher und selbstbewusst durch die Gänge, auch ohne GPS und Mobiltelefon, denn die Benutzung des Natels ist den Progymnasiasten während der Unterrichtszeit verboten. Tatsache ist nämlich, dass Jugendliche unter 18 Jahren ihr Gerät im Durchschnitt drei Stunden am Tag nutzen – so viel wie keine andere Altersgruppe. Da es mit Verboten allein jedoch nicht getan ist, kommen jedes Jahr Vertreter der Suchthilfe Ost sowie der Jugendpolizei vorbei und klären die Teenager, sowie zu einem anderen Zeitpunkt deren Eltern, über diverse Probleme und Gefahren im Umgang mit digitalen Medien auf. Zu Beginn der Infoveranstaltung in dieser Woche mussten sich die Jugendlichen über ihr eigenes Nutzungsverhalten Gedanken machen und einen Fragebogen ausfüllen, der ihnen aufzeigte, ob und wie sehr ihr Leben von digitalen Medien geprägt wird. Habe ich meine Mediennutzung komplett im Griff oder wird mein Alltag von den Medien vorgeschrieben? Brauche ich Hilfe und wo kann ich mir diese allenfalls holen? Andere brennende Fragen wurden anschaulich präsentiert und zusammen mit den interessierten Schülerinnen und Schülern diskutiert. Was passiert mit Bildern, die ich ins Internet stelle oder wie kann ich mich vor Pädophilen und anderen Gefahren schützen? Was kann ich tun, wenn ich Opfer von Cybermobbing werde? Die Antworten auf diese sowie andere Fragen wie auch verschiedene Fallbeispiele machten den Teenagern Eindruck. Ihr Fazit war daher klar: Sie haben viel Neues gelernt und werden in Zukunft extrem vorsichtig um Umgang mit persönlichen Daten im Internet sein. Somit wurde das Ziel dieser Veranstaltung erreicht.

Charlotte Jäggi

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