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Täter konnte überführt und gefasst werden!

Reformierte Kirche Wettingen-Neuenhof
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Seilziehen.jpg Welche Gruppe ist stärker?
Badesee.jpg Das Wasser bringt eine willkommene Abkühlung
Wanderung.jpg Auf Spurensuche

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Das Sommerlager der ev.-ref. Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof in Engelberg stand unter dem Motto «Tatort Engelberg». Die tagelange Suche nach einem Hosen- und Schuhdieb und Haarefärber und –abschneider führte zum Schluss zum Erfolg.

37 Kinder begleitet von 8 Leiterinnen und Leitern und dem Küchenteam machten sich in den Sommerferien auf nach Engelberg. Während am Sonntag noch der Mord von Kain an seinem Bruder Abel aufzuklären war, verschwanden am Montag die Hosen eines Leiters. Die Ermittlungen brachten zwar Indizien, aber keine Beweise, so dass das hohe Gericht die angeklagte C.Z. frei sprechen musste. Als die Hosen am nächsten Morgen per Post wieder im Lager eintrafen und nach dem Ausflug zum Badesee drei Paar Schuhe abhandengekommen waren, war guter Rat teuer.
Wieder erhob die Staatsanwältin Anklage, diesmal gegen den Chefkoch R. Aber auch in diesem Fall reichten die Fakten nicht für eine Verurteilung, was den (korrupten?) Oberrichter F. aber nicht davon abhielt, den Angeklagten zu einer Woche Kochen zu verurteilen. Obwohl die Schuhe am Abend wieder auftauchten, wurde es im Lager nicht ruhiger. Einer Leiterin war Haarfärbermittel ins Shampoo geschmuggelt worden, so dass sie am Mittwochmorgen mit violetten Haaren da stand und die morgendliche Milch hatte eine seltsame blaue Färbung. Noch verzwickter wurde es am Donnerstagmorgen, als der Lagerleiter und Oberrichter F. ohne Bart und mit kurzen Haaren dastand. Betäubt sei er worden und in der Nacht seiner Haarpracht beraubt! Als die Kinder bei der Wanderung auf Haarbüschel und einen deutlichen Schuhabdruck stiessen, wurde der Ort gesichert und die Spurensicherung tat ihre Arbeit. Aber immer noch fehlten die eindeutigen Beweise.
Der Versuch von Frau Staatsanwältin M., den Verteidiger der beiden vorher Angeklagten in einem Indizienprozess verurteilen zu lassen, scheiterte aufgrund eines Briefes, der noch vor dem Mittag ins Haus flatterte. Als die Entführung zweier Kinder bemerkt wurde, da kam das ganze Lager auf Trapp. Es galt verschiedene Aufgaben zu lösen und so zog sich der Ring um den Täter immer enger. Mit den beiden entführten Kindern konnte er auf einer Bergwiese bei Engelberg überwältigt und gefangen genommen werden.
Bei der abendlichen Gerichtsverhandlung wogen die Vorwürfe und Beweise gegen den Beschuldigten V. schwer! Auch die Darlegung seiner Motive, er habe eigentlich am Lager teilnehmen wollen und nicht dürfen und er habe die Verantwortung für ein ordentliches Erscheinungsbild des Lagerleiters F. nützten nichts. Oberrichter F. hatte – vielleicht auch aus persönlichen Motiven – keine Gnade mit dem Angeklagten und sprach ihn all der oben genannten Verbrechen schuldig. Die Strafe viel nicht ganz so happig aus, wurde V. doch dazu verurteilt, bei einem der nächsten Lager wieder als Leiter mitkommen zu müssen.
In bester Stimmung fuhren alle nach einer erlebnisreichen Woche wieder nach Hause und konnten am Samstagmittag von ihren Eltern am Bahnhof Wettingen abgeholt werden.

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